Linke wirft Spahn fragwürdiges Verständnis reproduktiver Rechte vor
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Politik: Leihmutterschaft in Berlin
Berlin () – In der Debatte über die Inanspruchnahme einer Leihmutterschaft wächst die Kritik an Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU).
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken, Kathrin Gebel, sagte der „Rheinischen Post“: „In Spahns Handeln zeigt sich seit Jahren ein fragwürdiges Verständnis von reproduktiven Rechten.“ Gebel ergänzte, wenn Frauen eine Notfallverhütung brauchten oder eine Schwangerschaft beenden wollten, begegne Spahn ihnen mit Strafrecht und Misstrauen. Für den eigenen Kinderwunsch nehme er die Schwangerschaft einer anderen Person in Anspruch und nutze seine finanziellen Möglichkeiten, um ins Ausland auszuweichen. Sie fügte hinzu: „Reproduktive Rechte dürfen aber weder von bigotter Moral noch vom Geldbeutel abhängig sein.“
Spahn und sein Mann hatten am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie Eltern geworden sind. Eine Leihmutter in den USA brachte den Jungen zur Welt. In Deutschland gibt es laute Kritik, weil Leihmutterschaft hier verboten ist und sich die CDU klar gegen eine Legalisierung ausspricht, so wie in der Vergangenheit auch Spahn selbst.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Jens Spahn (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Linken-Fraktionsvize Kathrin Gebel kritisiert Jens Spahn wegen eines „fragwürdigen Verständnisses von reproduktiven Rechten“ und wirft ihm vor, bei Fragen von Notfallverhütung oder Schwangerschaftsabbruch mit Strafrecht und Misstrauen zu begegnen
- Gebel behauptet, Spahn nehme für den eigenen Kinderwunsch die Schwangerschaft einer anderen Person in Anspruch und nutze finanzielle Möglichkeiten, um ins Ausland auszuweichen
- Spahn und sein Mann haben bekanntgegeben, dass eine Leihmutter in den USA den Jungen zur Welt brachte, was in Deutschland wegen des Verbots von Leihmutterschaft und der CDU-Ablehnung einer Legalisierung kritisiert wird
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Jens Spahn (CDU) und seine Vorgehensweise bei der Inanspruchnahme einer Leihmutterschaft; Kritik insbesondere durch die Linken-Politikerin Kathrin Gebel (Ziel: reproduktive Rechte); keine konkreten Zahlen oder Fristen genannt
- Kathrin Gebel/Linke richtet die Kritik auf das Spannungsverhältnis von Strafrecht/“Misstrauen” gegenüber Frauen in Deutschland vs. eigene Auslandsinanspruchnahme; Bezug auf Notfallverhütung und Schwangerschaftsabbruch; keine konkreten Zeiträume/Quoten/Regionen außer Deutschland und USA genannt
- Region/Betroffenheit durch den Fall: Leihmutter in den USA, öffentliche Debatte in Deutschland; Zeitraum: Bekanntgabe am Mittwoch, Kind wurde durch die US-Leihmutter geboren; keine weiteren quantitativen Angaben
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Kritik an Jens Spahn wegen angeblicher Widersprüchlichkeit: bei reproduktiven Rechten in der Debatte mit Strafrecht und Misstrauen statt Unterstützung, während er selbst die Schwangerschaft einer Leihmutter in Anspruch nimmt und ins Ausland ausweicht
- Hintergrund: Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten; gleichzeitig spricht die CDU gegen eine Legalisierung, obwohl Spahn und sein Mann öffentlich gemacht haben, dass das Kind per Leihmutter in den USA geboren wurde
- Auslöser: Ankündigung, dass Spahn und sein Mann Eltern geworden sind; dadurch erneute öffentliche Debatte und Vorwürfe gegen sein Verständnis von reproduktiven Rechten und die Rolle des Geldes bei der Durchsetzung eigener Kinderwünsche
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Keine Angabe
- Klüssendorf stellt Kürzungen bei Wohn- und Elterngeld infrage - 18. Juli 2026
- SPD will Vermögenssteuer zum Schlüsselthema machen - 18. Juli 2026
- Wildberger lehnt Mileis Kettensägen-Methoden ab - 18. Juli 2026
