Queerbeauftragte lehnt kommerzielle Leihmutterschaft ab
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaft: Leihmutterschaft Debatte in Berlin
Berlin () – Die Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch (SPD), lehnt eine kommerzielle Leihmutterschaft in Deutschland ab. Das sagte sie der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe) in der Debatte um die Vaterschaft von Unionsfraktionschef Jens Spahn.
„Viele queere Menschen haben einen Kinderwunsch. Diesen sollten sie sich auch erfüllen können. Die kommerzielle Leihmutterschaft halte ich aber nicht für den richtigen Weg“, so Koch.
Sie erklärte, wenn ein queeres Paar Kinder habe, müssten diese rechtlich abgesichert sein – unabhängig davon, wie sie zur Welt gekommen seien. „Insbesondere für Kinder lesbischer Paare, aber auch bei schwulen oder trans Eltern, bietet das derzeitige Abstammungsrecht keinen ausreichenden Schutz. Hier ist eine Reform dringend notwendig“, forderte die SPD-Politikerin.
„Ich freue mich sehr darauf, Herrn Spahn auf diesem Weg an der Seite der queeren Community zu sehen“, so Koch weiter. Derzeit gilt bei verheirateten lesbischen Paaren nur die gebärende Frau automatisch als rechtlicher Elternteil, während bei verheirateten heterosexuellen Paaren auch der Mann automatisch als rechtlicher Elternteil anerkannt wird.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Sophie Koch (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Sophie Koch lehnt eine kommerzielle Leihmutterschaft in Deutschland ab
- Koch fordert eine Reform des Abstammungsrechts, da es für Kinder lesbischer Paare sowie schwuler oder trans Eltern derzeit keinen ausreichenden Schutz bietet
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Queere Menschen in Deutschland, insbesondere lesbische Paare sowie schwule oder trans Eltern, betroffen durch das derzeitige Abstammungsrecht ohne ausreichenden Schutz; keine konkreten Zahlen oder Fristen genannt
- Bundesregierung/Queerbeauftragte Sophie Koch lehnt eine kommerzielle Leihmutterschaft in Deutschland ab und fordert eine Reform des Abstammungsrechts; keine Zeiträume oder Kennzahlen genannt
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Queere Menschen hätten einen Kinderwunsch, der möglich sein soll; kommerzielle Leihmutterschaft wird als dafür nicht der richtige Weg abgelehnt
- Rechtlicher Schutz von Kindern queerer Eltern ist laut Sophie Koch derzeit unzureichend, insbesondere bei lesbischen Paaren sowie bei schwulen oder trans Eltern; Reform des Abstammungsrechts wird als dringend gefordert
- Debattenkontext ist die Diskussion um die Vaterschaft von Unionsfraktionschef Jens Spahn, in der Koch Position bezieht und ihn für die Seite der queeren Community gewinnen will
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Queere Paare sollen nach Ansicht der Queerbeauftragten rechtlich abgesichert werden, unabhängig davon, wie die Kinder zur Welt gekommen sind
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- Kommerzielle Leihmutterschaft in Deutschland wird von der Queerbeauftragten abgelehnt
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