Ramona Pop gegen Social-Media-Verbot für Jugendliche
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Politik: Verbraucherschutz bei Social Media in Deutschland
Berlin () – In der Debatte um ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche spricht sich Ramona Pop gegen einen solchen Schritt aus. Die Vorständin der Bundesverbraucherzentrale sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Ich bin gegen ein einfaches Social-Media-Verbot für Jugendliche, weil man damit wenig erreicht und Jugendliche ausschließt.“ Pop sprach sich jedoch für eine „klare und harte Regulierung der Plattformen“ aus.
Als Beispiel nannte Deutschlands oberste Verbraucherschützerin die automatisierte Standortfreigabe bei vielen Apps der sozialen Netzwerke. Jeder in der Umgebung könne einen dann finden und auch anschreiben, so Pop. „Das ist unheimlich. Und gefährlich. Genau das sind Mechanismen, die kontrolliert und reguliert werden müssen.“ Das automatische Abspielen von Videos sowie endloses Scrollen sollte verboten werden, forderte Pop.
Zuletzt hatten EU-Experten sich für ein Verbot von sozialen Netzwerken für unter 13-Jährige ausgesprochen. Zuvor hatte Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) sich ebenfalls für solch ein Verbot ausgesprochen. Pop hingegen befürwortet eine harte Regulierung der Plattformen und kein starres Verbot für Kinder und Jugendliche. Sie unterstützt ihre Argumentation mit neuesten Zahlen aus dem neuen, bisher unveröffentlichten Verbraucherreport der Bundesverbraucherzentrale. Dort sagen 81 Prozent der 14- bis 29-Jährigen, dass Online-Plattformen stärker in die Verantwortung genommen werden sollten, ihre Angebote so zu gestalten, dass sie für alle Nutzer sicher sind, anstatt Kinder und Jugendliche pauschal von digitalen Diensten auszuschließen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Junge Leute mit ihren Smartphones (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Ramona Pop spricht sich gegen ein einfaches Social-Media-Verbot für Jugendliche aus, weil damit wenig erreicht und Jugendliche ausgeschlossen würden, fordert aber eine klare und harte Regulierung der Plattformen
- Pop nennt als zu regulierende Mechanismen eine automatisierte Standortfreigabe vieler Apps sowie automatisches Video-Abspielen und endloses Scrollen, die verboten werden sollten
- Pop verweist auf 81 Prozent Zustimmung unter 14- bis 29-Jährigen, dass Online-Plattformen stärker in die Verantwortung genommen werden sollen, statt Kinder und Jugendliche pauschal auszuschließen
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- betrifft 14- bis 29-Jährige sowie Kinder und Jugendliche in der Debatte um Social-Media; Ramona Pop fordert statt eines pauschalen Verbots eine harte Regulierung der Plattformen und nennt als Beispiele automatisierte Standortfreigaben, verboten werden sollten automatisches Abspielen von Videos sowie endloses Scrollen
- betrifft EU-Experten und Bundesebene; EU-seitig gefordert wird ein Verbot sozialer Netzwerke für unter 13-Jährige, Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) ebenfalls, Pop spricht sich gegen ein einfaches Verbot aus
- nennt Zahl aus Verbraucherreport: 81 Prozent der 14- bis 29-Jährigen wollen, dass Online-Plattformen stärker verantwortlich gemacht werden, statt Kinder und Jugendliche pauschal von digitalen Diensten auszuschließen
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Ramona Pop spricht sich gegen ein pauschales Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche aus, weil damit wenig erreicht werde und Jugendliche ausgeschlossen würden
- Notwendigkeit einer klaren, harten Regulierung der Plattformen, zB automatisierte Standortfreigabe und die Möglichkeit des Auffindens/Anschreibens durch Personen in der Umgebung; außerdem sollen automatisches Videoabspielen und endloses Scrollen verboten werden
- Auslöser ist die Debatte und Forderung von EU-Experten sowie die Position von Bundesfamilienministerin Karin Prien; als Hintergrund dienen Befürwortung stärkerer Verantwortung der Plattformen (81% der 14- bis 29-Jährigen laut Verbraucherreport)
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Die Bundesverbraucherzentrale fordert eine klare und harte Regulierung der Plattformen statt eines einfachen Social-Media-Verbots für Jugendliche
- App-Funktionen wie automatisierte Standortfreigabe, das unkontrollierte Auffinden in der Umgebung sowie Mechanismen wie automatisiertes Abspielen von Videos und endloses Scrollen sollen verboten bzw. reguliert werden
- Die Politik soll Plattformen stärker in die Verantwortung nehmen, ihre Angebote sicher zu gestalten, statt Kinder und Jugendliche pauschal auszuschließen
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