CDU will Politikerbeleidigungsparagraf auf Lokalpolitik beschränken

12. Juni 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in Berlin: Beleidigungsschutz für Politiker

() – Die Union begrüßt den Vorstoß der Justizminister, Spitzenpolitiker aus dem Straftatbestand der Politikerbeleidigung herauszunehmen. „Bei Beleidigungen müssen für Bürger und Spitzenpolitiker die gleichen Regeln gelten“, sagte der Justiziar der Unionsfraktion, Martin Plum (CDU), der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

Der Beschluss der Justizministerkonferenz weise in die richtige Richtung. „Wir brauchen kein Sonderstrafrecht für Spitzenpolitiker. Paragraf 188 StGB darf nicht so bleiben, wie er ist“, sagte Plum.

Nach einem Beschluss der Justizministerkonferenz soll Paragraf 188 für Spitzenpolitiker künftig nicht mehr gelten. Für sie soll wieder der allgemeine strafrechtliche Schutz greifen wie für jedermann. Zugleich halten die Minister einen besonderen Schutz bei Beleidigungen für sinnvoll – allerdings beschränkt auf Politiker, die auf kommunaler Ebene tätig sind.

Plum warnte vor einer Verschlechterung der Debattenkultur. „Die Verrohung im öffentlichen Raum wächst.“ Deshalb müssten alle Bürger besser vor Anfeindungen und Hetze geschützt werden. Besonders Kommunalpolitiker bräuchten den wirksamen Schutz vor Einschüchterung und persönlichen Angriffen, so Plum.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Martin Plum (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Spitzenpolitiker sollen aus dem Straftatbestand der Politikerbeleidigung herausgenommen werden.
  • Paragraf 188 StGB soll nicht mehr für Spitzenpolitiker gelten, sondern allgemeiner Strafrechtsschutz greifen.
  • Besonderer Schutz bei Beleidigungen bleibt für Kommunalpolitiker bestehen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Spitzenpolitiker (außer Kommunalpolitiker); Kommunalpolitiker (erhaltener Schutz)
  • Region: Deutschland
  • Zeitrahmen: Keine Angabe

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Erforderlichkeit der Gleichbehandlung von Bürgern und Spitzenpolitikern bei Beleidigungen
  • Kritik an bestehendem Sonderstrafrecht für Spitzenpolitiker
  • Warnung vor Verrohung der Debattenkultur und Anstieg von Anfeindungen gegen Kommunalpolitiker

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Entfernung von Spitzenpolitikern aus dem Straftatbestand der Politikerbeleidigung
  • Rückkehr zu allgemeinem strafrechtlichen Schutz für Spitzenpolitiker
  • Besondere Schutzmaßnahmen für Kommunalpolitiker bei Beleidigungen
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