Union will Sonderstrafrecht für Spitzenpolitiker abschaffen

15. Juni 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in Berlin: Reform des Beleidigungsrechts

() – Die Unionsfraktion im Bundestag unterstützt den Vorstoß der Konferenz der Landesjustizminister, den besonderen Schutz von Politikern vor Beleidigungen zu entschärfen.

Der Justiziar der Unionsfraktion, Martin Plum, sagte der „Süddeutschen Zeitung“: „Die Justizministerkonferenz weist in die richtige Richtung: Wir brauchen kein Sonderstrafrecht für Spitzenpolitiker.“ Paragraf 188 Strafgesetzbuch dürfe nicht so bleiben, wie er ist. Bei Beleidigungen müssten für Bürger und Spitzenpolitiker die gleichen Regeln gelten.

Es sei gut, dass sich diese Erkenntnis inzwischen auch in der SPD immer stärker durchsetze, sagte Plum. „Unsere Hand ist ausgestreckt. Als Union stehen wir für eine zeitnahe Reform des Paragrafen 188 bereit.“ Klar sei aber auch: „Die Verrohung im öffentlichen Raum wächst.“ Man müsse deshalb alle Bürger besser vor Anfeindungen und Hetze schützen. „Allen voran brauchen Kommunalpolitiker einen wirksamen Schutz vor Einschüchterung und persönlichen Angriffen.“

Nach dem Willen der Justizministerkonferenz soll der besondere Schutz vor Beleidigungen künftig nur noch für kommunale Amts- und Mandatsträger gelten – für Spitzenpolitiker aber nicht mehr. Für eine Umsetzung dieser Forderung ist der Bundestag zuständig.

Siehe auch:  SPD will Kurskorrektur nach Sicherheitsrats-Schlappe
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Das Strafgesetzbuch in einer Bibliothek (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Unterstützung der Unionsfraktion für Entschärfung des besonderen Schutzes von Politikern vor Beleidigungen
  • Paragraf 188 des Strafgesetzbuches soll reformiert werden
  • Besondere Beleidigungsschutzrechte gelten künftig nur noch für kommunale Amts- und Mandatsträger

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Politiker, insbesondere Spitzenpolitiker und Kommunalpolitiker
  • Reform des Paragrafen 188 Strafgesetzbuch angestrebt, wobei der besondere Schutz für Spitzenpolitiker entfällt
  • Bundestag zuständig für die Umsetzung, Forderung von der Justizministerkonferenz gestellt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Unterstützung der Reform des Paragrafen 188 des Strafgesetzbuches durch die Unionsfraktion
  • Gleichheit der Regeln für Bürger und Spitzenpolitiker gefordert
  • Wachsende Verrohung im öffentlichen Raum und Bedarf an besserem Schutz für Kommunalpolitiker

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Unterstützung der Justizministerkonferenz zur Entschärfung des Schutzes von Politikern vor Beleidigungen
  • Bereitschaft zur Reform des Paragrafen 188 Strafgesetzbuch für gleiche Regeln
  • Fokus auf besseren Schutz von Kommunalpolitikern vor Einschüchterungen und persönlichen Angriffen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)