Willingmann kritisiert Bürokratie beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft

14. Juli 2026

Regional - Sachsen-Anhalt - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in

() – -Anhalts Energieminister Armin Willingmann (SPD) hat bürokratische Vorgaben der EU beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft kritisiert. Beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft komme nur schleppend voran, sagte Willingmann am Dienstag nach Vorlage der fortgeschriebenen Landeswasserstoffstrategie im Kabinett.

Als Grund nannte der Minister neben hohen Preisen für grünen Wasserstoff vor allem unsichere Rahmenbedingungen und europäische Vorgaben.

Unternehmen dürften Wasserstoff derzeit nur dann als grün verkaufen, wenn sie unter anderem nachweisen könnten, dass die Anlage genau in der Stunde Ökostrom verbraucht habe, in der auch der Wasserstoff erzeugt worden sei. Willingmann sprach von einem „Bürokratie-Monster“.

Trotz der Kritik hält Sachsen-Anhalt an seinen Ausbauzielen fest.

Bis 2030 soll die Erzeugungsleistung von Wasserstoff von derzeit 60 Megawatt auf bis zu 600 Megawatt steigen. Bis 2035 ist eine Ausweitung auf ein Gigawatt vorgesehen.

Dadurch soll der Preis für grünen Wasserstoff langfristig auf drei bis fünf Euro pro Kilogramm sinken.

Zudem soll gemeinsam mit privaten Netzbetreibern ein Verteilnetz vorbereitet werden, das industrielle Verbrauchszentren wie Chemieparks mit dem überregionalen Wasserstoffkernnetz verbindet. Willingmann schlug außerdem ein Quotenmodell vor, um die Nachfrage in energieintensiven Branchen wie Chemie-, Düngemittel-, Stahl- und Metallindustrie anzureizen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Armin Willingmann (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Sachsen-Anhalts Energieminister Armin Willingmann kritisierte EU-Bürokratievorgaben beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft als Bremsfaktor, u. a. wegen unsicherer Rahmenbedingungen und Regeln zur Einstufung von Wasserstoff als „grün“
  • Willingmann hält an den Ausbauzielen fest: Steigerung der Wasserstoff-Erzeugungsleistung bis 2030 von 60 Megawatt auf bis zu 600 Megawatt und bis 2035 auf ein Gigawatt
  • Geplant ist ein Verteilnetz zur Kopplung industrieller Verbrauchszentren (z. B. Chemieparks) mit dem überregionalen Wasserstoffkernnetz sowie die Einführung eines Quotenmodells zur Stimulierung energieintensiver Nachfrage

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind vor allem Unternehmen und der Ausbau der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland bzw. Sachsen-Anhalt; EU-bürokratische Vorgaben beim „grünen“ Wasserstoff (Nachweis, dass in genau der Erzeugungsstunde Ökostrom verbraucht wurde) werden als besonders belastend kritisiert; konkrete Zahlen/Fristen zu den Vorgaben werden nicht genannt
  • Zielregion ist Sachsen-Anhalt; bis 2030 Ausbau der Erzeugungsleistung von 60 Megawatt auf bis zu 600 Megawatt, bis 2035 auf ein Gigawatt
  • Zielwirkung/Zeitrahmen ist für grünen Wasserstoff bis langfristig; Preis soll auf drei bis fünf Euro pro Kilogramm sinken; Quotenmodell für energieintensive Branchen (Chemie-, Düngemittel-, Stahl- und Metallindustrie) ist vorgesehen, ohne konkrete Quote oder Umsetzungsfrist genannt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Hohe Preise für grünen Wasserstoff sowie unsichere Rahmenbedingungen und europäische Vorgaben als zentrale Hürde beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft
  • Bürokratische EU-Nachweispflichten, wonach Unternehmen nur dann „grünen“ Wasserstoff verkaufen dürfen, wenn der Ökostromverbrauch in derselben Stunde wie die Erzeugung nachweisbar ist
  • Zielkontext Sachsen-Anhalts: Ausbau der Wasserstoff-Erzeugungsleistung bis 2030 und 2035 sowie Vorbereitung eines Verteilnetzes und Quotenmodell zur Anreizschaffung für energieintensive Industrien

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Sachsen-Anhalt hält trotz EU-Kritik an den Ausbauzielen für Wasserstoff fest und will die Erzeugungsleistung bis 2030 von 60 Megawatt auf bis zu 600 Megawatt sowie bis 2035 auf ein Gigawatt steigern
  • Gemeinsam mit privaten Netzbetreibern soll ein Verteilnetz vorbereitet werden, das industrielle Verbrauchszentren (u.a. Chemieparks) mit dem überregionalen Wasserstoffkernnetz verbindet
  • Sachsen-Anhalt will ein Quotenmodell einführen, um die Nachfrage in energieintensiven Branchen wie Chemie-, Düngemittel-, Stahl- und Metallindustrie anzureizen
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