Willingmann: AfD-Klima schreckt Wissenschaftler ab
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Sachsen-Anhalt: Folgen für Hochschulen und Unternehmen
Magdeburg () – Das Erstarken der AfD in Sachsen-Anhalt wirkt sich nach Angaben von Landeswissenschaftsminister Armin Willingmann negativ auf die Personallage von Hochschulen und Unternehmen aus. „Wir erleben schon heute, dass das von der AfD erzeugte politische Klima zum Standortnachteil wird“, sagte der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 6. September der Funke-Mediengruppe.
Das sehe man etwa bei den Hochschulen, wenn Professorinnen und Professoren gewonnen werden sollten, so Willingmann. Die politische Entwicklung in Sachsen-Anhalt schrecke mögliche Bewerber ab. Es sagten inzwischen nicht mehr nur Menschen unterschiedlicher Hautfarbe: „Ich komme nicht.“ Viele sagten auch, sie wollten ihre Familie nicht in ein Umfeld holen, in dem sich das Klima so entwickle.
Abgeschreckt würden auch Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft. Dieselben Erfahrungen schilderten inzwischen auch Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkräften, berichtete Willingmann. Und nicht nur Wirtschaftsverbände warnten angesichts des unübersehbaren Fachkräftebedarfs in Sachsen-Anhalt vor dieser Entwicklung.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Armin Willingmann am 10.07.2026 |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- AfD-Wachstum in Sachsen-Anhalt soll laut Landeswissenschaftsminister Armin Willingmann ein politisches Klima erzeugen, das den Standortnachteil für Hochschulen und Unternehmen verstärkt
- Abgeschreckt würden insbesondere mögliche Bewerber für Professuren und Fachkräfte; Willingmann berichtet, dass Bewerbungen zunehmend mit dem Rückzug begründet werden, weil man das Umfeld wegen der Klima-Entwicklung nicht mit Familie erleben wolle
- Auch Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkräften würden laut Willingmann ähnliche Erfahrungen machen und seien damit von Wirtschaftsverbänden wegen des Fachkräftebedarfs gewarnt worden
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen sind Hochschulen in Sachsen-Anhalt sowie potenzielle und bestehende Professorinnen und Professoren; AfD-Wirkung führt laut Armin Willingmann dazu, dass Bewerber abgeschreckt werden (u.a. geringere Bereitschaft, Familie in das politische Umfeld zu holen) ohne konkrete Zahlen oder Fristen genannt
- Betroffen sind Unternehmen in der Privatwirtschaft in Sachsen-Anhalt sowie Arbeitnehmer und Fachkräfte; laut Willingmann erschwert das politische Klima die Gewinnung von Fachkräften, ebenfalls ohne konkrete Zahlen oder Zeiträume genannt
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Erstarken der AfD in Sachsen-Anhalt führt laut Willingmann zu einem negativen politischen Klima, das als Standortnachteil wahrgenommen wird
- Dadurch werden potenzielle Bewerber für Hochschulen (Professorinnen/Professoren) und Unternehmen/Fachkräfte abgeschreckt
- Als Auslöser werden geäußerte Rückzüge von Bewerbern genannt, u.a. Sorgen wegen Umfeld und Absicht, die Familie nicht in ein zunehmend feindselig wahrgenommenes Umfeld zu bringen
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
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