Grüne kritisieren Schwesigs Umgang mit Heizungsgesetz
Mecklenburg-Vorpommern - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Politische Debatte über Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern
Greifswald () – Der Landtagsabgeordnete Hannes Damm (Grüne) hat am Samstag die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) für ihre Haltung im Bundesrat zum Gebäudemodernisierungsgesetz kritisiert. Der Bundesrat hatte am Freitag mehrheitlich eine Erweiterung der Länderöffnungsklausel beschlossen, die den Ländern mehr Spielraum für strengere Vorgaben bei Heizungen gibt.
Mecklenburg-Vorpommern stimmte dagegen.
Damm kritisierte die Haltung der rot-roten Koalition scharf. Die Schwesig-Regierung habe sich gegen eine Mehrheit der Länder und gegen die eigenen, im Klimaverträglichkeitsgesetz des Landes verankerten Klimaziele gestellt.
„Mit der gestrigen Abstimmung hat die rot-rote Schwesig-Regierung gegen das eigene Klimagesetz gestimmt – und wurde glücklicherweise überstimmt“, erklärte Damm. Er sprach von einer „ideologischen Blockadehaltung von SPD und Linke gegen verbindlichen Klimaschutz im Gebäudesektor“.
Der Bundesrat beschloss, dass die Länder künftig rechtssicher Stilllegungspflichten für alte Heizkessel, ein Auslaufdatum für fossile Heizungen ab dem jeweiligen Landesklimaziel sowie eine verpflichtende Beratung vor dem Einbau einer fossilen Heizung einführen können.
Damm forderte die Landesregierung auf, diese Möglichkeit zu nutzen und ein landesrechtliches Auslaufdatum für fossile Heizungen bis 2045 zu verankern. Die Emissionen im Gebäudesektor Mecklenburg-Vorpommerns verharrten seit Jahren bei rund 2,5 Millionen Tonnen CO2-Aequivalent jährlich.
Ohne diesen Schritt seien die Sektorziele des eigenen Klimaverträglichkeitsgesetzes nicht erreichbar.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Gasheizung (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Mecklenburg-Vorpommern stimmte gegen eine Erweiterung der Länderöffnungsklausel im Bundesrat.
- Damm forderte ein landesrechtliches Auslaufdatum für fossile Heizungen bis 2045.
- Emissionen im Gebäudesektor stagnieren bei ca. 2,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent jährlich.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- betrifft die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD)
- betrifft auch den Landtagsabgeordneten Hannes Damm (Grüne)
- beantragte Auslaufdatum für fossile Heizungen bis 2045
- Emissionen im Gebäudesektor: ca. 2,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent jährlich
- Bundesrat beschlossen: rechtssichere Stilllegungspflichten für alte Heizkessel
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Kritik an der rot-roten Koalition von Mecklenburg-Vorpommern
- Abstimmung im Bundesrat für strengere Vorgaben bei Heizungen
- Mecklenburg-Vorpommern stimmte gegen die Mehrheit der Länder und eigene Klimaziele
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Einführen von Stilllegungspflichten für alte Heizkessel
- Festlegen eines Auslaufdatums für fossile Heizungen bis 2045
- Verpflichtende Beratung vor dem Einbau fossiler Heizungen
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