Throm fordert Sanktionen gegen GEAS-Verweigerer
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Asylpolitik und Reformen in Europa
Berlin () – Zum Start des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) fordert der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU), ein hartes Vorgehen gegen Mitgliedstaaten, die die neuen Regeln nicht umsetzen.
Die EU-Kommission müsse notfalls entsprechende Sanktionsmaßnahmen und Vertragsverletzungsverfahren einleiten, sagte Throm Politico. Als Vorbild nannte er Verfahren gegen Ungarn, bei denen „entsprechende Strafzahlungen festgelegt wurden“.
Der CDU-Politiker warnte vor einem Scheitern der Reform, falls sich einzelne Staaten erneut verweigerten. Wenn das passieren würde, dass sich einzelne Länder oder gar mehrere daran nicht ordentlich beteiligten, dann wäre auch das neue GEAS tatsächlich gescheitert, sagte er.
Besonders kritisch sieht Throm Länder, die bereits beim Dublin-System Probleme bereitet hätten. Italien und Griechenland insbesondere hätten sich daran nicht beteiligt, andere Staaten hätten Rückführungen erschwert. Das müsse sich ändern, sagte er. Ein funktionierendes Dublin-Nachfolgesystem sei Dreh- und Angelpunkt für die Verteilung von Asylbewerbern in Europa und Voraussetzung dafür, dass Deutschland Grenzkontrollen wieder zurückfahren könne.
Grundsätzlich bewertet Throm den Start der Reform positiv. Das sei ein echter Neustart, die Voraussetzungen dafür seien gegeben, sagte er. Entscheidend sei nun aber, dass sich alle europäischen Länder dann auch an die neuen Regeln hielten und sie quasi lebten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Alexander Throm (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Throm fordert harte Maßnahmen gegen Mitgliedstaaten, die GEAS-Regeln nicht umsetzen.
- EU-Kommission soll Sanktionsmaßnahmen und Vertragsverletzungsverfahren einleiten.
- Er sieht das Funktionieren des Dublin-Nachfolgesystems als entscheidend für die Verteilung von Asylbewerbern.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffene: EU-Mitgliedstaaten, insbesondere Italien und Griechenland
- Stärke der Betroffenheit: Warnung vor Scheitern der Reform und Möglichkeit von Sanktionsmaßnahmen
- Zeitraum: Bezug auf aktuelle und zukünftige Umsetzung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS)
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Forderung nach Sanktionsmaßnahmen gegen Mitgliedstaaten, die neue Asylregeln nicht umsetzen
- Bedenken bezüglich der Beteiligung von Ländern, die beim Dublin-System Schwierigkeiten gemacht haben
- Wichtigkeit eines funktionierenden Dublin-Nachfolgesystems für die Verteilung von Asylbewerbern in Europa
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- EU-Kommission soll Sanktionsmaßnahmen und Vertragsverletzungsverfahren einleiten.
- Maßnahmen sollen gegen Mitgliedstaaten ergriffen werden, die neue Asylregeln nicht umsetzen.
- Druck auf Länder, die Probleme im Dublin-System verursacht haben, insbesondere Italien und Griechenland.
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