Magyar kündigt Widerstand gegen EU-Asylregeln an

3. Juni 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Ungarische Politik: Migration und EU-Kontroversen

Budapest () – Der neue ungarische Ministerpräsident Péter Magyar kündigt Widerstand gegen die Migrationspolitik der Europäischen Union an.

Die EU verlangt von ihren Mitgliedsländern, an den Außengrenzen Asylverfahren für Migranten durchzuführen – auf die Frage, ob er diese Vorschrift des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems GEAS, die ab Mitte Juni gelten soll, auch anwenden wolle, kündigte Magyar in der FAZ an, „dass keine illegalen Migranten übernehmen wird“. Dafür aber werde sein Land helfen, „die Außengrenzen Europas zu schützen, sei es in , sei es auf , sei es in „.

Auch die geltende Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, wonach Ungarn schon seit der Regierungszeit des abgewählten Ministerpräsidenten Viktor Orbán eine Million Euro pro Tag Strafe zahlen muss, weil es gegen geltende Regeln verstößt, sei „ungerecht und unverhältnismäßig“. Magyar fügte hinzu: „Wir werden Gespräche führen und gemeinsam mit unseren europäischen Partnern eine Lösung finden, damit wir unsere Grenzen schützen können und keine tägliche Strafe in Höhe von einer Million Euro zahlen müssen.“

Zudem riet Magyar davon ab, rechtsextreme Parteien durch „Brandmauern“ auszugrenzen. „Ich mag solche Schubladen wie rechtsextrem oder linksextrem nicht“, stellte er fest. „Ich mag keine ideologischen Kämpfe.“ Er beobachte, „dass einige Länder im Umgang mit extremen Parteien Fehler machen“. Es sei „alleine in sich“ keine Lösung, Menschen und Parteien „hinter eine Brandmauer zu sperren“. Das mache diese Kräfte „nur noch stärker“.

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Magyar äußerte sich auch zu der Frage, ob die Europäische Volkspartei EVP, zu der CDU und CSU ebenso gehören wie seine Partei Tisza, im Europaparlament mit der AfD zusammenarbeiten sollten. Er sagte, das sei zwar nicht an ihm, das zu entscheiden, aber es schade nie, sich der „Argumente des anderen anzunehmen“. Was man davon dann annehme, sei „eine andere Frage“.

Anders als Orbán kritisierte Magyar Russlands Angriffskrieg gegen die mit scharfen Worten und stellte fest, Russland sei „ein Sicherheitsrisiko für ganz Europa“. Die Ukraine sei „das Opfer“ in diesem Krieg und habe „das Recht auf territoriale Integrität“. Er fügte aber hinzu, Ungarn werde trotzdem weiter Energieträger aus Russland beziehen. Ungarn sei „noch auf russisches Öl angewiesen, und das können wir nicht von heute auf morgen ändern“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Péter Magyar am 02.06.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Péter Magyar widersteht der EU-Migrationspolitik und übernimmt keine illegalen Migranten.
  • Ungarn zahlt eine Million Euro pro Tag Strafe an den Europäischen Gerichtshof, was Magyar als ungerecht bezeichnet.
  • Magyar empfiehlt, rechtsextreme Parteien nicht durch "Brandmauern" auszugrenzen, um ihre Stärke zu vermeiden.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Ungarn: Widerstand gegen EU-Migrationspolitik und keine Übernahme illegaler Migranten
  • EU: Strafe von 1 Million Euro pro Tag seit Orbáns Regierungszeit, ab Mitte Juni geänderte Asylpraxis
  • Zusammenarbeit mit extremen Parteien soll nicht ausgeschlossen werden, Kritik an ideologischen Kämpfen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Widerstand gegen die EU-Migrationspolitik und Ablehnung der Asylverfahren an Außengrenzen
  • Ungarische Regierung sieht EU-Strafen als ungerecht und sucht nach Lösungen zum Schutz der Grenzen
  • Kritik an rechtsextremen Parteien und Plädoyer für einen offenen Dialog statt Isolation

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Ungarn wird keine illegalen Migranten übernehmen und hilft, die Außengrenzen Europas zu schützen.
  • Gespräche mit europäischen Partnern zur Reduzierung der Strafe von einer Million Euro pro Tag werden geführt.
  • Magyar glaubt nicht an die Ausgrenzung rechtsextremer Parteien durch "Brandmauern".
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