Rentenkommission: Reddig will weniger ritualisierte Politik

1. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Reformbedarf in der Bundestagsgesetzgebung Berlin

() – Die Vizechefs der Rentenkommission fordern weniger ritualisierte Politik im Bundestag. Die Bundestagsabgeordneten Annika Klose (SPD) und Pascal Reddig (CDU) kritisieren die bisherigen Abläufe und appellieren an die Koalition, vom Erfolg der Kommission zu lernen, berichtet der „Spiegel“.

„Gesetzgebung im Bundestag ist extrem ritualisiert“, sagte Reddig dem Nachrichtenmagazin. Die Abläufe seien bisher immer gleich gewesen, oft sei bloß abgearbeitet worden, was im Koalitionsvertrag stehe. „Auch wenn das vielleicht gar nicht mehr zur Zeit passte. Das spüren die Menschen.“

Man dürfe Probleme nicht nur aus parteipolitischen Ecken angehen, sagte Reddig. „Wir Parlamentarier sollten häufiger versuchen, ein gemeinsames Bild von unserem Zusammenleben zu entwerfen: Wo wollen wir als Gesellschaft hin und was brauchen wir dafür?“

Gesetze zu machen, nur weil es im Koalitionsvertrag stehe, reiche als Antwort nicht aus, warnte Klose. Stattdessen würde es guttun, sich häufiger gemeinsam solche grundsätzlichen Fragen zu stellen. Das würde breiter getragene Lösungen und eine gemeinsame Vision ermöglichen, so Klose. „Und das erwartet die Bevölkerung doch auch von uns: das Licht am Ende des Tunnels aufzuzeigen.“

Die Kommission hatte in der vergangenen Woche Vorschläge für eine Rentenreform vorgelegt. Klose gehört dem linken Flügel der SPD an, Reddig ist Sprecher der Jungen Gruppe in der Unionsfraktion, die sich im vergangenen Jahr gegen die Rentenpläne der Regierung stellte. Trotzdem schaffte es die Kommission, sich auf einen gemeinsamen Bericht zu einigen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Pascal Reddig (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Vizechefs der Rentenkommission fordern weniger ritualisierte Politik im Bundestag.
  • Gesetzgebung sei oft nur Abarbeitung des Koalitionsvertrags ohne Berücksichtigung aktueller Gegebenheiten.
  • Aufruf zu einem gemeinsamen Verständnis über gesellschaftliche Ziele und Bedürfnisse.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Bundestagsabgeordnete (Annika Klose, SPD; Pascal Reddig, CDU)
  • Region: Deutschland (Bundestag)
  • Anliegen: Reform der Gesetzgebungsabläufe und Rentenreform; gemeinsames gesellschaftliches Ziel statt parteipolitischer Lösungen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Forderung nach weniger ritualisierter Politik im Bundestag
  • Kritik an der starren Gesetzgebung, die oft nur Koalitionsvertrag abarbeitet
  • Notwendigkeit, gemeinsam Visionen für die Gesellschaft zu entwickeln
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