IG Metall will Einbindung von Rheinmetall bei Fregattenbau

26. Juni 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Fregattenbau in Düsseldorf betroffen

() – Nach dem Aus für das Fregattenprojekt F-126 fordert die Gewerkschaft IG Metall die Einbeziehung der gesamten deutschen Werftenindustrie beim Alternativprojekt, dem geplanten Bau von acht Fregatten der Meko-200-Klasse durch TKMS.

Man könne nachvollziehen, dass Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bei der F-126 „jetzt die Notbremse zieht“, sagte der für Industriepolitik zuständige Zweite Vorsitzende der Gewerkschaft, Jürgen Kerner, dem „Handelsblatt“. Nun trage Pistorius die Verantwortung, dass TKMS die starken Kompetenzen deutscher Ausrüster und Zulieferer nutze sowie die Werftenlandschaft einbinde. Dies gelte auch für die ehemalige Naval Vessels Lürssen (NVL), die von Rheinmetall übernommen wurde.

Das Verteidigungsministerium hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass der geplante Bau von sechs Fregatten des Typs F-126 nicht weiterverfolgt wird. Stattdessen soll TKMS nun acht Fregatten der kleineren Meko-200-Klasse bauen. Die Rheinmetall-Aktie hat nach der Entscheidung einen massiven Kursrutsch erlebt.

Die Bundesregierung habe den Marineschiffbau in ihrer Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsindustriestrategie (SVI) als militärische Schlüsseltechnologie festgelegt, sagte Kerner weiter. Das müsse bei diesem Auftrag deutlich sichtbar werden.

In die Entwicklung und Vorarbeiten für die F-126 seien bereits 2,3 Milliarden Euro Steuergeld geflossen. Es müsse deshalb auch dringend geklärt werden, „wie mit bestellten Materialien und Vorprodukten verfahren wird, wie die Vorarbeiten genutzt, wie Zulieferer und Ausrüster aus beim neuen Auftrag eingebunden werden“, forderte der Gewerkschafter.

Siehe auch:  Industrieunternehmen beklagen Rückgang der Wettbewerbsfähigkeit
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Rheinmetall (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Fregattenprojekt F-126 wird nicht weiterverfolgt.
  • Stattdessen plant TKMS den Bau von acht Fregatten der Meko-200-Klasse.
  • Es wurden bereits 2,3 Milliarden Euro Steuergeld in die Entwicklung der F-126 investiert.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft: deutsche Werftenindustrie und TLKS, Verteidigungsministerium
  • stark: Auftragsverlagerung von F-126 zu Meko-200, 2,3 Milliarden Euro Steuergelder investiert
  • Fristen/Zeiträume: keine konkreten Fristen genannt, sofortige Einbindung gefordert

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Aus für das Fregattenprojekt F-126
  • Forderung nach Einbeziehung deutscher Werftenindustrie beim Alternativprojekt
  • Massive Auswirkungen auf Rheinmetall-Aktie nach Entscheidung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Einbeziehung der gesamten deutschen Werftenindustrie beim Alternativprojekt.
  • Nutzung der Kompetenzen deutscher Ausrüster und Zulieferer durch TKMS sicherstellen.
  • Klärung des Verfahrens für bestellte Materialien und Vorprodukte des F-126-Projekts.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH