Hessen warnt vor Ausspielen von Reformen bei GKV-Sparpaket

11. Juni 2026

Hessen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik in Hessen: Reformforderungen und Stabilität

() – Vor der Abstimmung im Bundesrat über das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz hat Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz die Position des Landes dargelegt. unterstütze das Ziel einer stabilen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung, teilte Stolz am Donnerstag mit.

Gleichzeitig machte sie deutlich, dass Finanzreform und Strukturreform zusammenpassen müssten und die laufenden Reformvorhaben nicht gegeneinander ausgespielt werden dürften.

Stolz betonte, dass der Erfolg der Finanzreform von einer fairen Verteilung der Sparbeiträge abhänge. Es sei nicht hinzunehmen, dass die Krankenversicherung von Bürgergeldempfängern zum Großteil von den Beitragszahlern der gesetzlichen Kassen gestemmt werde, während der Bund sich bei dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe einen schlanken Fuß mache.

Zudem kritisierte die Ministerin die geplante Fixkostendegression, wonach Praxen ab einer bestimmten Patientenzahl für die gleiche Leistung schlechter vergütet werden. Hessen beantragt gemeinsam mit die Abschaffung dieser Regelung.

Weiterhin sprach sich Stolz gegen strukturelle Eingriffe in die Arzneimittelpreisbildung aus, die Innovationen und die Wettbewerbsfähigkeit des Pharmastandorts beeinträchtigen könnten.

Sie forderte zudem, Prävention, Früherkennung und psychotherapeutische Versorgung nicht den Sparzielen zu opfern. Auch bei der Krankenhausreform mahnte die Ministerin mehr Planungssicherheit und einen Abbau bürokratischer Vorgaben an.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Krankenhausbett (Archiv)

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