Hessen fordert strengere Regulierung von Vapes und Nikotinbeuteln
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesundheitspolitik in Hessen: Jugendschutz im Fokus
Wiesbaden () – Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU) warnt vor der zunehmenden Verbreitung von Tabakersatzprodukten wie Vapes und tabakfreien Nikotinbeuteln. Sie werde sich bei der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) in Hannover für einen stärkeren Jugendschutz und eine bundesweit einheitliche Regulierung dieser Produkte einsetzen, kündigte Stolz am Mittwoch an.
Die Produkte, die als „rauchfreie Alternative“ gelten, erfreuen sich wachsender Beliebtheit bei Kindern und Jugendlichen. Stolz sagte, dass ein stärkerer Jugendschutz und eine bundesweit einheitliche Regulierung notwendig seien. Die Ministerin äußerte ihre Besorgnis darüber, dass Vapes und Nikotinbeutel durch ihr Design und ihre Geschmacksrichtungen besonders junge Menschen ansprechen und somit Hemmschwellen abbauen. „Gleichwohl stellen sie eine Gefahr für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen dar.“ Auf der Konferenz sollen daher Anträge für einen stärkeren Jugendschutz bei E-Zigaretten und eine Regulierung von Nikotinbeuteln beraten werden.
Auch sogenannte „tabakfreie Nikotinbeutel“ seien eine Gefahr für die Gesundheit, weil sie das Risiko von Abhängigkeit und Entzugserscheinungen erhöhten und den Einstieg in die Nikotinabhängigkeit erleichterten, so Stolz. Nikotinbeutel, die keinen Tabak enthalten, können dennoch erhebliche Mengen Nikotin aufweisen und das Risiko von Abhängigkeit erhöhen. Stolz forderte klare Vorgaben im Tabakrecht, um diese Produkte besser zu regulieren. Sie sagte, dass das Ziel sei, Kinder und Jugendliche vor den gesundheitlichen Risiken zu schützen und das Thema weiterhin auf die bundespolitische Agenda zu setzen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Diana Stolz (Archiv) |
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