Dax startet im Minus – Adidas-Aktie bricht ein

30. Juli 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft in Frankfurt: Dax unter Druck

Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Donnerstagmorgen mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.368 Punkten berechnet, 0,4 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Symrise, Brenntag und Infineon, am Ende Heidelberg Materials, Airbus und Adidas.

„Die US-Notenbank hat gestern zwar den Leitzins unverändert gelassen, zugleich aber darauf hingewiesen, dass sie die Preisentwicklung weiterhin kritisch beobachten wird und in den gestiegenen Energiepreisen Inflationsrisiken sieht“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Auch das Abstimmungsverhältnis von neun zu drei gegen eine Zinserhöhung lässt aufhorchen. Damit ist das Thema einer restriktiveren geldpolitischen Gangart der Fed in den kommenden Monaten nicht vom Tisch.“

Zudem gab es Quartalszahlen von Meta und Microsoft. Diese hätten nicht unterschiedlicher ausfallen können, erklärte der Analyst. „Bei der Facebook-Mutter drücken die hohen Kosten und Ausgaben auf das Gesamtergebnis. Der Konzern drängt sich mit aller Macht in die KI-Welt und scheut dabei keine Kosten. Das stößt den Investoren sauer auf“, so Lipkow. „Bei Microsoft fallen die Cloud-Aktivitäten besonders positiv auf und sorgen für Erleichterung bei den verunsicherten Anlegern. Ähnlich wie bei SAP waren die Investoren dem Softwarekonzern gegenüber in den vergangenen Wochen zu pessimistisch eingestellt.“

Im asiatischen Handel zeigten die Aktienmärkte daraufhin erste Anzeichen einer Stabilisierung, erklärte der Analyst. „Auch die sehr guten Quartalszahlen von Samsung Electronics stützen den Handel in Südkorea und . In sorgen die Zahlen von Airbus für Aufsehen und zugleich für Gewinnmitnahmen in der Aktie“, so Lipkow. „Das Ergebnis fällt gut aus, kann aber nicht nachhaltig überzeugen. Die Aktien des Flugzeugbauers wurden allerdings bereits im Vorfeld mit Vorschusslorbeeren bedacht.“

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Neben der Leitzinsentscheidung der Bank of England stehen am Donnerstag zahlreiche makroökonomische Daten auf der Agenda. „Die Investoren erwarten das Wirtschaftswachstum in der Eurozone, die deutschen Verbraucherpreise und die Arbeitsmarktdaten aus den USA“, erklärte der Analyst. „Zudem werden der PCE-Kerndeflator und das US-BIP veröffentlicht. Abgerundet wird das Zahlenkonvolut durch Quartalszahlen von Apple und Amazon nach Handelsschluss in New York.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen schwächer: Ein Euro kostete 1,1438 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8743 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 92,38 US-Dollar, das waren 1,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Dax startet am Donnerstagmorgen mit rund 25.368 Punkten und 0,4 Prozent Verlust gegenüber dem Schlussniveau vom Vortag
  • US-Notenbank ließ den Leitzins unverändert, sieht aber weiterhin Inflationsrisiken durch gestiegene Energiepreise und signalisiert mögliche restriktivere Geldpolitik; Abstimmungsverhältnis 9 zu 3 gegen eine Zinserhöhung
  • Quartalszahlen von Meta und Microsoft beeinflussen den Markt: Meta belastet wegen hoher Kosten, Microsoft stützt durch besonders positive Cloud-Ergebnisse; zusätzlich stehen EU-/US-Makrodaten sowie Apple- und Amazon-Zahlen nach Handelsschluss an

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Anleger/Finanzmärkte in Deutschland und Europa; Dax-Index startet mit -0,4 Prozent bei ca. 25.368 Punkten (9:30 Uhr), zudem Einfluss durch Erwartungen an Fed-Zinspolitik in den kommenden Monaten und Gewinnmitnahmen/Quartalszahlen u. a. von Airbus
  • Internationale Zielgruppen: US- und Eurozonen-Investoren; anstehende Makrodaten am Donnerstag (Wachstum Eurozone, deutsche Verbraucherpreise, US-Arbeitsmarktdaten, PCE-Kerndeflator, US-BIP) sowie Quartalszahlen von Apple und Amazon nach Handelsschluss in New York
  • Sektor/Regionen Energie und Währung; Ölpreis steigt deutlich um 1,8 Prozent auf ca. 92,38 US-Dollar/Brent (gegen 9 Uhr), Eurokurs schwächer bei 1 EUR = 1,1438 USD bzw. 1 USD = 0,8743 EUR (Donnerstagmorgen)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Fed lässt Leitzins unverändert, warnt aber wegen gestiegener Energiepreise und potenzieller Inflationsrisiken; restriktivere Geldpolitik bleibt möglich (9 zu 3 gegen Zinserhöhung als Signal)
  • Quartalszahlen und Anlegerreaktionen belasten/stützen den Markt: Meta wegen hoher Kosten und aggressiver KI-Investitionen schwächer, Microsoft/Cloud positiv als Entlastung; zusätzlich Airbus-Zahlen gut, aber nicht nachhaltig überzeugend, daher Gewinnmitnahmen
  • Erwartung neuer makroökonomischer Impulse am selben Tag: Eurozonen-Wachstum, deutsche Verbraucherpreise, US-Arbeitsmarktdaten, PCE-Kerndeflator und US-BIP sowie Apple/Amazon nach Börsenschluss; begleitend schwächerer Euro und deutlich steigender Ölpreis

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Die US-Notenbank beobachtet die Preisentwicklung weiterhin kritisch und sieht in gestiegenen Energiepreisen Inflationsrisiken, obwohl der Leitzins unverändert gelassen wurde
  • Für den Donnerstag werden zahlreiche makroökonomische Daten veröffentlicht, darunter Wachstumsdaten für die Eurozone, deutsche Verbraucherpreise, US-Arbeitsmarktdaten sowie der PCE-Kerndeflator und das US-BIP
  • Die Bank of England trifft ihre Leitzins-/Geldpolitikentscheidung im Rahmen des anstehenden Termins; im Umfeld der Märkte werden außerdem Quartalszahlen von Unternehmen wie Meta, Microsoft, Apple und Amazon ausgewertet
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