Dax am Mittag weiter im Minus – Symrise gefragt

30. Juli 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Dax erholt sich in Frankfurt

Frankfurt/Main () – Der Dax hat am Donnerstag nach einem schwachen Start bis zum Mittag einen Großteil seiner Verluste wieder abgebaut. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 25.447 Punkten berechnet, dies entspricht einem Minus von 0,1 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Symrise, Infineon und Siemens, am Ende Scout 24, Rheinmetall und Adidas.

„Die Marktteilnehmer fokussieren sich nach der US-Notenbanksitzung wieder verstärkt auf die Berichtssaison und finden einige Kaufgründe, um bei vereinzelten Aktien zu zugreifen“, kommentierte Andreas Lipkow, Marktanalyst von CMC Markets. „Auch wenn sich die Quartalszahlen am Donnerstag stark in sehr guten und extrem schlechten aufteilen lassen, überwiegt der positive Grundton und färbt das Gesamtsentiment wieder heller ein.“

Adidas komme am Donnerstag nach guten Zahlen und angehobenen Prognosen stark unter die Räder und bilde mit Abstand das Schlusslicht im Dax 40, so Lipkow. „Höhere Kosten durch Marketing rund um die Fussball-WM und der verstärkte Fokus auf den Einzelhandel haben das Ergebnis erheblich belastet und sorgen für Verstimmung bei den Investoren. Es fehlen zudem weitere wichtige absehbare Impulse durch sportliche Grossereignisse, so dass die Kursphantasien vorerts aus den Aktien entweichen.“

Die Aktien von Symrise profitierten hingegen von guten makellosen Quartalszahlen und die Aktien von Infineon von einer Renassance der Halbleitertitel bei den Marktteilnehmern. „Stützend wirken zusätzlich die etwas besser als erwarten Daten zum deutschen Bruttoinlandsprodukt. So konnte das BIP im zweiten Quartal um 0,4 Prozent zulegen und schlug die Erwartungen der Analysten von 0,1 Prozent“, erklärte der Analyst. „Das zarte Konjumkturpflänzchen scheint weiter Wurzeln schlagen zu können.“

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Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1473 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8716 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 90,98 US-Dollar, das waren 24 Cent oder 0,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Bildhinweis: Frankfurter Börse

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Dax bei rund 25.447 Punkten und nur noch minus 0,1 Prozent nach schwachem Start bis zum Mittag
  • Adidas bildete das Schlusslicht im Dax 40 nach guten Zahlen, jedoch mit belastenden Faktoren wie höheren Marketingkosten zur Fussball-WM und stärkerem Fokus auf Einzelhandel sowie fehlenden zusätzlichen sportlichen Impulsen
  • Euro bei 1,1473 US-Dollar und Brent-Öl bei 90,98 US-Dollar pro Fass um 24 Cent bzw. 0,3 Prozent höher als am vorherigen Handelstag

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Dax-Zielgruppe Marktteilnehmer/Investoren in Deutschland, Region Frankfurt/Main als Börse; Zeitraum Donnerstag bis ca. 12:30 Uhr, Dax bei rund 25.447 Punkten mit Minus von 0,1 Prozent (danach weitgehend Verluste abgebaut)
  • Betroffene Aktien im Dax 40: Symrise, Infineon, Siemens (spitzen Kursliste) sowie Scout 24, Rheinmetall, Adidas (Schlusslicht); Adidas am stärksten unter Druck nach guten Zahlen und Prognoseanhebung, Ursache u. a. Marketingkosten Fußball-WM
  • Makro-/Branchenhinweise: deutscher BIP im 2. Quartal plus 0,4 Prozent (Erwartung 0,1 Prozent), Euro bei 1,1473 USD und Brent bei 90,98 USD je Fass gegen 12 Uhr deutscher Zeit

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Marktstimmung verbessert sich nach der US-Notenbanksitzung teilweise wieder; Anleger fokussieren sich stärker auf die Berichtssaison und greifen bei einzelnen Aktien aus Kaufgründen zu, wodurch ein Großteil der anfänglichen Dax-Verluste bis zum Mittag abgebaut wird
  • Unterschiedliche Quartalszahlen treiben Kursbewegungen: Adidas fällt stark nach guten Zahlen mit angehobenen Prognosen aus, belastet durch höhere Marketingkosten rund um die Fußball-WM und den verstärkten Fokus auf den Einzelhandel sowie fehlende sportliche Großimpulse; Symrise profitiert von sehr guten Quartalszahlen, Infineon von der Renaissance der Halbleiteraktien
  • Stützende Konjunkturdaten und weitere Makro-Faktoren: leicht besser als erwartetes deutsches BIP-Wachstum (+0,4 Prozent im zweiten Quartal) sowie stabilere Rahmenbedingungen wie etwas festerer Euro und steigender Ölpreis

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

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