Dax startet im Minus – Verkaufsdruck im Technologiesektor

17. Juli 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Dax unter Druck in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Freitagmorgen mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.791 Punkten berechnet, 0,5 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste standen die Papiere der Deutschen Telekom, von Eon und SAP, am Ende die Aktien von Siemens Energy, Siemens und Infineon.

„Es geht weiter abwärts am Aktienmarkt“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets. „Der Verkaufsdruck im Technologiesektor, insbesondere bei den Halbleiteraktien, setzt sich fort. Eine toxische Mischung aus der Angst vor den Folgen eines weiter eskalierenden -Krieges und damit vor steigenden Zinsen holt die Investoren aus den Aktien.“

Die noch robuste Konjunkturentwicklung in den USA und gleichzeitig eine durch steigende Ölpreise drohende Inflation könnten die Notenbank schneller zu einer restriktiveren Geldpolitik zwingen als bislang angenommen und eingepreist, warnte der Analyst. „Die zunehmende Verunsicherung schafft ein sehr fragiles Sentiment für den Aktienmarkt. In Anbetracht der hohen Bewertungen der Halbleiteraktien liegen die Nerven der entsprechenden Aktionäre blank“, so Lipkow.

„Hinzu kommt das negative Überraschungspotential aus der laufenden US-Berichtssaison. Die guten Zahlen der Technologieunternehmen sind oftmals nicht mehr gut genug und führen zu Anschlussverkäufen in den betroffenen Sektoren“, erklärte er. „Das drückt die Aktien im ohnehin dünnen Sommerhandel jetzt nach unten.“

Auch der heutige Handelstag stehe ganz im Zeichen weiterer Unternehmenszahlen und Makrodaten aus den USA, so Lipkow. „Die Baubeginne und die Industrieproduktion stehen auf dem Plan und die jüngsten Immobiliendaten zeigten bereits einen strapazierten Immobiliensektor in den USA.“

Siehe auch:  Dax startet im Minus - Vorsicht dominiert

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1447 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8736 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 84,72 US-Dollar, das waren 49 Cent oder 0,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • DAX startete am Freitagmorgen mit einem Minus von rund 0,5 Prozent bei etwa 24.791 Punkten
  • Verkaufsdruck im Technologiesektor/bei Halbleitern wurde u.a. mit Angst vor eskalierendem Iran-Krieg und der Erwartung steigender Zinsen erklärt
  • Ölpreis Brent stieg auf rund 84,72 US-Dollar je Fass (ca. 0,6 Prozent bzw. 49 Cent mehr gegenüber Schluss)

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Anleger/Aktienmarkt im Technologiesektor insbesondere Halbleiteraktien in Deutschland/Europa und den USA durch Verkaufsdruck; Dax-Startverlust rund 0,5 Prozent auf ca. 24.791 Punkte gegen 9:30 Uhr
  • Betroffen sind insbesondere Deutsche Telekom, Eon und SAP (Spitze) sowie Siemens Energy, Siemens und Infineon (Ende) ohne konkrete Zahlen zu Kursverlusten
  • Betroffen sind Marktstimmung und Investitionsentscheidungen durch erwartete Folgen eines weiter eskalierenden Iran-Kriegs sowie Risiko schnellerer restriktiver Geldpolitik wegen möglicher Inflation (u.a. steigende Ölpreise); keine konkreten Fristen/Zeiträume genannt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Verkaufsdruck im Technologiesektor insbesondere bei Halbleiteraktien wegen Angst vor weiter eskalierendem Iran-Krieg und der daraus erwarteten höheren Zinsen
  • Erwartung schneller restriktiver Geldpolitik durch Kombination aus robuster US-Konjunktur und durch steigende Ölpreise drohender Inflation
  • Negatives Überraschungspotential aus der US-Berichtssaison sowie dünner Sommerhandel mit Anschlussverkäufen nach teils „nicht mehr gut genug“-Technologiezahlen und zusätzlich Fokus auf US-Makrodaten wie Baubeginne/Industrieproduktion/Immobiliendaten

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Keine Angabe
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