Dax lässt deutlich nach – Rohölpreis steigt über 100 US-Dollar

23. Juli 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft in Frankfurt: Börse im Sinkflug

Frankfurt/Main () – Am Donnerstag hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.763 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwachen Start baute der Dax am Nachmittag seine Verluste aus.

„Die Europäische Zentralbank hat die Leitzinsen wie erwartet in der Eurozone unverändert gelassen, was der Dax deshalb auch nur schulterzuckend zur Kenntnis genommen hat“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Dagegen verfehlte der europäische Halbleiterkonzern STMicro die Markterwartungen. Das brachte den gesamten Halbleiterbereich unter Verkaufsdruck“, so Lipkow.

„In den USA haben zudem die Unternehmen Comcast und Honeywell ihre Quartalszahlen vorgelegt. Teilweise färbten diese auf die europäischen Unternehmen ab“, erklärte der Analyst. „Insgesamt aber bleibt die Stimmung an der Börse durch den weiter eskalierenden Konflikt im Nahen Osten eingetrübt. Die hohen Rohölpreise bereiten speziell den rohstoff- und energieabhängigen deutschen Unternehmen Kopfzerbrechen.“

Die Zahlen von Traton, Deutsche Börse, Nestlé, Roche und Givaudan wurden von den drohenden Zweitrundeneffekten durch höhere Energiepreise überschattet, so Lipkow. „Im Sog der STMicro-Zahlen fielen die Aktien von Infineon ans Dax-Ende und die Papiere von Daimler Truck verbuchten ein deutliches Plus. Der Autobauer profitierte von den positiven Aussagen des Konkurrenten Traton.“

Bis kurz vor Handelsschluss rangierten die Papiere von Daimler Truck Qiagen und Merck an der Spitze der Kursliste, das Schlusslicht bildeten die Papiere von Infineon und der Commerzbank.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 100,80 US-Dollar, das waren 7,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1375 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8791 Euro zu haben.

Der Goldpreis war stark im Rückwärtsgang, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.051 US-Dollar gezahlt (-2,0 Prozent). Das entspricht einem Preis von 114,51 Euro pro Gramm.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Frankfurter Börse

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Dax fiel zum Xetra-Handelsschluss auf 24.763 Punkte und lag damit 1,6 Prozent unter dem Vortag; Verluste wurden im Tagesverlauf weiter ausgebaut
  • EZB ließ Leitzinsen unverändert; STMicro verfehlte Markterwartungen und brachte den Halbleiterbereich unter Verkaufsdruck
  • Ölpreis stieg stark auf 100,80 US-Dollar je Fass Brent (+7,1 Prozent), während Gold zurückging (4.051 US-Dollar je Feinunze, -2,0 Prozent)

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: Dax-Index/zahlreiche Dax-Werte in Deutschland und Europa (u.a. Infineon, Commerzbank, Daimler Truck, Traton, Deutsche Börse, Nestlé, Roche, Givaudan, Qiagen, Merck) durch Verkäufe im Halbleiterbereich sowie Verunsicherung wegen Nahost-Konflikt und Energiepreisen; Stärke: Dax -1,6% zum Xetra-Handelsschluss (24.763 Punkte) plus Abwärtsdruck bei Halbleitern, Ölpreis +7,1% und Goldpreis -2,0%
  • Betroffen: Rohstoff- und energieabhängige deutsche Unternehmen wegen hoher Rohölpreise; Stärke: betrifft insbesondere Unternehmen mit Energie-/Rohstoffabhängigkeit, konkrete Kursdaten werden nicht genannt (Stimmungseffekt: „Kopfzerbrechen“/eingetrübte Stimmung)
  • Betroffen: Gesamtmarkt in Europa auch durch US-Zahlen/Quartalsberichte (Comcast, Honeywell) mit teilweiser Ausstrahlung auf europäische Unternehmen; Stärke: „teilweise färbten“ diese ab, konkrete Prozent-/Zahlwerte für die Kurse fehlen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • EZB ließ Leitzinsen unverändert; schwache/ enttäuschende Unternehmenszahlen von STMicro sowie teilweise Auswirkungen US-Zahlen von Comcast und Honeywell dämpften die Stimmung und führten zu Verkaufsdruck, besonders im Halbleiterbereich
  • Weiter eskalierender Konflikt im Nahen Osten als Stimmungseintrübung; dadurch stark steigende Rohölpreise belasteten rohstoff- und energieabhängige deutsche Unternehmen
  • DAX reagierte nach schwachem Start zunächst mit weiteren Verlustausbau; Traton- und STMicro-Effekte beeinflussten einzelne Kursbewegungen, z.B. Profite für Daimler Truck durch positive Aussagen von Traton

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Keine Angabe
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