Tabaksteuer soll stärker steigen als geplant
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Politik in Berlin: Tabaksteuer-Anhebung
Berlin () – Die schwarz-rote Koalition will die Tabaksteuer stärker erhöhen als bisher geplant. Das geht aus einer sogenannten Formulierungshilfe des Bundesfinanzministeriums für die Koalitionsfraktionen hervor, aus der das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet.
Demnach soll der Preis für eine Packung Zigaretten bis 2030 schrittweise von aktuell rund 8 Euro auf fast 12 Euro steigen, etwa 40 Cent mehr als am vergangenen Montag vom Bundeskabinett beschlossen. Analog dazu soll auch die Besteuerung von Feinschnitt – also von Tabak für selbstgedrehte Zigaretten – stärker angehoben werden.
Grund für die Änderung ist der Beschluss der Koalitionsfraktionen, im Rahmen des Gesundheits-Sparpakets den Steuerzuschuss für die gesetzlichen Krankenkassen doch nicht so stark abzusenken. Deshalb fehlt nun im Haushalt von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) ab 2027 Geld. Die Änderung soll jährlich jeweils rund 800 Millionen Euro mehr in die Kasse des Bundes spülen als bisher vorgesehen. Insgesamt sollen die Steuereinnahmen durch die schrittweise Erhöhung der Tabaksteuer bis 2030 um knapp 4,5 Milliarden Euro steigen.
In Regierungskreisen hieß es, die „maßvolle Anhebung“ diene nicht nur der Haushaltskonsolidierung. Die Erhöhung diene auch dem „Schutz der öffentlichen Gesundheit“ und stehe im Einklang mit dem Ziel der Bundesregierung, die Raucherquote von Jugendlichen und Erwachsenen zu senken. Durch den nun geplanten Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen solle vor allem der Aspekt des Gesundheitsschutzes noch einmal gestärkt werden. Die zur Vorbereitung des Gesundheits-Sparpakets eingesetzte Expertenkommission hatte eine noch stärkere Erhöhung vorgeschlagen.
Konkret soll der durchschnittliche Packungspreis für Zigaretten 2027 auf 9,10 Euro (bisher geplant 8,77), 2028 auf 9,91 Euro (9,56), 2029 auf 10,81 (10,42) und 2030 auf 11,78 Euro (11,36) steigen. Der Tabaksteueranteil klettert von aktuell rund 4 Euro bis 2030 auf 6,19 Euro.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Raucherin (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Die schwarz-rote Koalition plant eine stärkere Erhöhung der Tabaksteuer als bislang vorgesehen; der Zigarettenpackungspreis soll bis 2030 auf fast 12 Euro steigen (vorher: ~40 Cent weniger als vom Kabinett am Montag beschlossen)
- Die Besteuerung von Feinschnitt soll analog stärker angehoben werden
- Die Preis-/Steuerstufen werden für 2027 bis 2030 konkret nach oben angepasst und sollen laut Änderung jährlich jeweils rund 800 Millionen Euro mehr Einnahmen in den Bundeshaushalt bringen; insgesamt knapp 4,5 Milliarden Euro bis 2030
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen sind Tabaksteuerzahler bzw. Verbraucher von Zigaretten und Feinschnitt in Deutschland; Ziel ist, den Preis einer Packung Zigaretten bis 2030 schrittweise von ca. 8 Euro auf fast 12 Euro zu erhöhen, konkret 2027 auf 9,10 Euro, 2028 auf 9,91 Euro, 2029 auf 10,81 Euro, 2030 auf 11,78 Euro; außerdem soll Feinschnitt analog stärker besteuert werden
- Betroffen sind Bundeshaushalt und gesetzliche Krankenkassen als Rahmen: Änderung ab 2027, dadurch jährlich jeweils rund 800 Millionen Euro mehr Steuereinnahmen für den Bund als bisher geplant
- Finanzielle Gesamtauswirkung: Steuereinnahmen sollen durch die schrittweise Erhöhung der Tabaksteuer bis 2030 um knapp 4,5 Milliarden Euro steigen; zusätzlicher Gesundheitsschutz als Begründung zur Senkung der Raucherquote (Jugendliche und Erwachsene)
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- schwarz-rote Koalition will Tabaksteuer im Rahmen des Gesundheits-Sparpakets stärker erhöhen; Zigarettenpackung soll bis 2030 schrittweise deutlich teurer werden und auch Feinschnitt stärker besteuert werden
- Änderung/Anpassung wegen fehlendem Haushaltsspielraum ab 2027, weil der Steuerzuschuss für gesetzliche Krankenkassen nicht so stark abgesenkt wird; dadurch sollen jährlich rund 800 Millionen Euro mehr in den Bundeshaushalt fließen und insgesamt knapp 4,5 Milliarden Euro Mehreinnahmen entstehen
- Auslöser im politisch-gesundheitlichen Kontext: Haushaltskonsolidierung und gleichzeitiger Schutz der öffentlichen Gesundheit; Ziel ist die Senkung der Raucherquote bei Jugendlichen und Erwachsenen, wobei Expertenkommission ursprünglich eine noch stärkere Erhöhung vorgeschlagen hatte
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Die schwarz-rote Koalition will die Tabaksteuer stärker erhöhen, sodass der Zigaretten-Preisdurchschnitt bis 2030 von rund 8 Euro auf fast 12 Euro steigt
- Der Änderungsantrag sieht auch eine stärker angehobene Besteuerung von Feinschnitt (selbstgedrehter Tabak) vor
- Die Erhöhung soll ab 2027 jährlich jeweils rund 800 Millionen Euro zusätzlich in den Bundeshaushalt bringen und damit den geringeren Steuerzuschuss an die gesetzlichen Krankenkassen abfedern
- Celler Feuerwehr rettet zwei Menschen während Bootsausbildung - 15. Juli 2026
- Lottozahlen vom Mittwoch (15.07.2026) - 15. Juli 2026
- Berliner Senatorin gegen Kürzungspläne beim Unterhaltsvorschuss - 15. Juli 2026
