Ärztechef will deutlich höhere Preise für Zigaretten und Alkohol
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesundheitspolitik: Preiserhöhung für Tabak und Alkohol in Berlin
Berlin () – Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, spricht sich für eine deutliche Verteuerung von Tabak- und Alkoholprodukten aus. Ziel sei es, insbesondere Jugendliche vom Rauchen und übermäßigem Alkoholkonsum abzuhalten, sagte er der „Bild“.
„Wir Deutsche gehen nicht gut mit unserer Gesundheit um. Deshalb ist unsere Lebenserwartung unter dem EU-Schnitt“, so Gassen. Das Rauchen und der Alkoholkonsum starteten oft schon in der Jugend. Da könnten Ärzte und das Gesundheitssystem nur als Reparaturbetrieb versuchen, die Folgen aufzufangen.
Gassen sprach sich dafür aus, den Preis für eine Schachtel Zigaretten deutlich teurer zu machen. „Kostet eine Schachtel Zigaretten 20 Euro, werden Jugendliche sich das nicht mehr wie heute leisten können“, sagte er. Das Schnorren von Zigaretten werde dann auch nicht mehr von Erfolg gekrönt sein.
Auch der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte unterstützt höhere Tabakpreise. Vorstandsmitglied Jakob Maske sagte der „Bild“, 8 bis 9 Prozent aller 13- bis 17-Jährigen rauchten. Höhere Preise würden viele Jugendliche vom Rauchen abhalten. Die Preise für Zigaretten sollten mindestens verdoppelt werden. „Auch das neue Rauchen muss bedacht werden“, sagte Maske weiter. Vapes müssten teurer werden.
Die Bundesregierung plant bereits eine schrittweise Erhöhung der Tabaksteuer. Nach einem Entwurf aus dem Bundesfinanzministerium könnte der Preis für eine Packung Zigaretten bis 2030 auf durchschnittlich rund 11,40 Euro steigen. Eine Anhebung auf 20 Euro ist bislang jedoch nicht vorgesehen.
Auch der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck hatte sich in der Vergangenheit für höhere Tabaksteuern ausgesprochen. Diese gehörten zu den wirksamsten Instrumenten des Gesundheitsschutzes, argumentierte er.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Raucherin (Archiv) |
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- Andreas Gassen fordert deutlich höhere Preise für Tabak- und Alkoholprodukte, um Jugendliche abzuhalten.
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