SPD fordert Hitze-Kabinett nach mehr als 1.200 Hitzetoten in NRW

12. Juli 2026

Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in : Hitzeschutz

() – Die SPD-Fraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung aufgefordert, ein sogenanntes Hitze-Kabinett einzuberufen. Das teilten die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Lisa Kapteinat und der gesundheitspolitische Sprecher Thorsten Klute am Sonntag mit.

Hintergrund sind Berechnungen des Robert-Koch-Instituts, wonach in diesem Jahr bereits 1.230 Menschen in NRW infolge von Hitze gestorben sind.

Zuletzt hatten zwölf Todesfälle in einem Krankenhaus in für Aufsehen gesorgt. Die Bezirksregierung prüft den Fall krankenhausaufsichtlich, auch die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt.

Die SPD-Fraktion hat deshalb eine Sondersitzung des Gesundheitsausschusses beantragt, die am Montag, 13. Juli, um 10 Uhr im Landtag stattfinden soll.

Kapteinat und Klute warfen der schwarz-grünen Landesregierung vor, bisher jede parlamentarische Initiative für einen besseren Hitzeschutz abgelehnt zu haben. Sie forderten Ministerpräsident Hendrik Wüst auf, die Idee des SPD-Abgeordneten Jochen Ott aufzugreifen und kurzfristig ein landesweites Hitzeschutzkonzept für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kitas zu verabschieden.

Zudem müssten die Kommunen systematisch bei der Erstellung von Hitzeaktionsplänen unterstützt werden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Krankenhaus (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • SPD-Fraktion im Landtag NRW fordert die Einberufung eines Hitze-Kabinetts durch die Landesregierung
  • SPD beantragte eine Sondersitzung des Gesundheitsausschusses am Montag, 13. Juli, um 10 Uhr im Landtag
  • SPD verlangt ein landesweites Hitzeschutzkonzept sowie systematische Unterstützung der Kommunen bei der Erstellung von Hitzeaktionsplänen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen SPD-Fraktion im Landtag NRW sowie Landesregierung NRW; Forderung Hitze-Kabinett einzuberufen und kurzfristig landesweites Hitzeschutzkonzept für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kitas zu verabschieden; Kommunen sollen systematisch bei Hitzeaktionsplänen unterstützt werden
  • Betroffen Regionen NRW insgesamt; laut Robert-Koch-Institut in diesem Jahr bisher 1.230 hitzebedingte Todesfälle in NRW
  • Betroffen NRW-Region Leverkusen; zwölf Todesfälle in einem Krankenhaus in Leverkusen, Bezirksregierung Köln prüft krankenhausaufsichtlich, Staatsanwaltschaft Köln ermittelt; Sondersitzung Gesundheitsausschuss am Montag, 13. Juli, 10 Uhr im Landtag

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • SPD fordert Landesregierung zur Einberufung eines Hitze-Kabinetts sowie zur Verabschiedung eines landesweiten Hitzeschutzkonzepts für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kitas; Kommunen sollen systematisch bei Hitzeaktionsplänen unterstützt werden
  • Auslöser sind hohe hitzebedingte Todeszahlen in NRW (laut Berechnungen des Robert-Koch-Instituts: 1.230 Tote in diesem Jahr) sowie Aufsehen um zwölf Todesfälle in einem Krankenhaus in Leverkusen, wobei Bezirksregierung Köln prüft und Staatsanwaltschaft Köln ermittelt
  • Kontext: SPD beantragt eine Sondersitzung des Gesundheitsausschusses am 13. Juli; Vorwurf an die schwarz-grüne Landesregierung, frühere Initiativen zum besseren Hitzeschutz abgelehnt zu haben, SPD verweist dabei auf eine Idee von Jochen Ott und fordert Ministerpräsident Hendrik Wüst zum Aufgreifen auf

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • SPD fordert die Landesregierung auf, ein Hitze-Kabinett einzuberufen und kurzfristig ein landesweites Hitzeschutzkonzept für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kitas zu verabschieden
  • SPD fordert die Unterstützung der Kommunen bei der Erstellung von Hitzeaktionsplänen
  • Bezirksregierung Köln prüft den Aufsehen erregten Krankenhausfall krankenhausaufsichtlich; Staatsanwaltschaft Köln ermittelt
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