NRW verzeichnet mehr Todesfälle durch Drogenmissbrauch

22. Juni 2026

Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaftliche Herausforderungen in Nordrhein-Westfalen

() – Im Jahr 2024 sind in laut Angaben auf den Todesbescheinigungen insgesamt 441 Menschen infolge von Drogenmissbrauch gestorben. Das waren 11 % mehr als im Jahr zuvor, teilte das StatistischesLandesamt am Montag mit.

Das war die zweithöchste Zahl dieser Todesfälle seit 2000. Der Höchstwert lag im Jahr 2008 bei 444 Fällen. Das durchschnittliche Sterbealter bei infolge von Drogenmissbrauch Gestorbenen war mit 50 Jahren um 30 Jahre geringer als das aller Gestorbenen.

Mit 71 % lag bei den meisten Todesfällen infolge von Drogenmissbrauch eine psychische und Verhaltensstörung durch psychotrope Substanzen – ohne Alkohol und Tabak – zugrunde.

Darunter fallen Personen, die an den Folgen ihrer Drogensucht und daraus entstehenden Erkrankungen sterben. Im Jahr 2024 waren das in NRW 314 Personen (255 Männer und 59 Frauen).

Gegenüber dem Vorjahr war die Zahl dieser Todesfälle um 16 % gestiegen. Mehr als zwei Drittel (71 %) der Betroffenen verstarb infolge multiplen Substanzgebrauchs, weitere 17 % durch den Konsum von Opioiden.

Der Anteil der Todesfälle aufgrund psychischer und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen an allen Sterbefällen stieg ebenfalls von 0,12 % im Jahr 2023 auf 0,14 % in 2024. Todesfälle durch psychische und Verhaltensstörungen aufgrund von Alkoholkonsum machten mit 0,53 % allerdings einen beinahe 4-mal größeren Anteil an allen Sterbefällen aus.

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Die Zahl der Todesfälle durch Vergiftungen mit Betäubungsmitteln, Halluzinogenen, Antiepileptika, Sedativa, Hypnotika, Antiparkinsonmitteln, Psychostimulanzien mit Missbrauchspotenzial sowie sonstigen psychotropen Substanzen lag im Jahr 2024 mit 127 gemeldeten Fälle auf Vorjahresniveau (128 Fälle).

Darunter waren 79 Männer und 48 Frauen. Mit 0,06 % blieb der Anteil der Todesfälle aufgrund von Vergiftungen durch Drogenmissbrauch an allen Sterbefällen gegenüber dem Vorjahr unverändert.

In 58 Fällen (31 Männer und 27 Frauen) handelte es sich laut Todesbescheinigung um eine vorsätzliche Selbstvergiftung.

Das entspricht 46 % der Todesfälle der durch Drogenmissbrauch verursachten Vergiftungen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Heroin-Spritze (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 441 Drogenmissbrauchstode in NRW im Jahr 2024, 11 % mehr als 2023
  • Durchschnittliches Sterbealter bei Drogenmissbrauch: 50 Jahre
  • Todesfälle durch psychische Störungen aus Substanzmissbrauch: 314 Personen, +16 % gegenüber 2023

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: Personen, die infolge von Drogenmissbrauch verstorben sind, insgesamt 441 Menschen in NRW (2024)
  • Region: Nordrhein-Westfalen
  • Zahl: 11 % Anstieg der Todesfälle gegenüber 2023, durchschnittliches Sterbealter 50 Jahre
  • Zeitraum: Vergleichsjahr 2024, Höchstwert der Todesfälle 2008 bei 444 Fällen
  • Anteil: 71 % der Todesfälle durch psychische und Verhaltensstörungen, 17 % durch Opioide

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • 441 Drogenmissbrauch-Todesfälle in NRW 2024, 11 % Anstieg im Vergleich zu 2023.
  • Hauptursache sind psychische und Verhaltensstörungen durch Drogen, häufig durch multiplen Substanzgebrauch.
  • 46 % der Drogentodfälle resultieren aus vorsätzlicher Selbstvergiftung.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Keine Angabe
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