Klingbeil plant 2027 mit acht Milliarden Euro mehr Schulden

3. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Neue Schuldenpläne in Düsseldorf

() – Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant für das kommende Jahr deutlich mehr neue Schulden als bisher vorgesehen. Das geht aus der Kabinettsvorlage zum Haushalt 2027 hervor, aus der das „Handelsblatt“ und der „Spiegel“ unabhängig voneinander online zitieren.

Im Unterschied zu seinen Eckwerten von Ende April rechnet der Finanzminister für 2027 nun mit knapp acht Milliarden Euro zusätzlichen Krediten im Kernhaushalt. Demnach plant Klingbeil im kommenden Jahr im Kernetat mit einer Neuverschuldung von 118,7 Milliarden Euro. Im Eckwertebeschluss Ende April hatte er mit 110,8 Milliarden Euro gerechnet. Hinzu kommen Kredite für die Sondervermögen Bundeswehr und Infrastrukturinvestitionen. Das Gesamtdefizit des Bundes wird damit im kommenden Jahr 203,7 Milliarden Euro betragen.

Auch die Ausgaben steigen noch einmal deutlich an. Laut Haushaltsentwurf plant Klingbeil im Etat mit Ausgaben in Höhe von 555,4 Milliarden Euro. Das sind 12,1 Milliarden Euro mehr als im April, als er noch 543,3 Milliarden Euro veranschlagt hatte. Die Bundesregierung hat nicht alle Einsparungen erreicht, die sie sich im April noch vorgenommen hatte. So war unter anderem geplant, dass unter Federführung von Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) verschiedene Ressorts insgesamt drei Milliarden Euro durch Effizienzmaßnahmen einsparen. Tatsächlich werden laut Haushaltsentwurf aber nur 1,2 Milliarden Euro im kommenden Jahr erreicht.

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Anders als eigentlich angestrebt muss Klingbeil deshalb nun 2027 doch schon auf eine Rücklage zurückgreifen. Es sei eine Entnahme von rund 6,8 Milliarden Euro aus der Rücklage geplant, heißt es in der Kabinettsvorlage. Damit stünden in den Folgejahren nur noch 3,9 Milliarden Euro zur Verfügung.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Lars Klingbeil am 02.07.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bundesfinanzminister Lars Klingbeil plant für 2027 eine Neuverschuldung von 118,7 Milliarden Euro, statt 110,8 Milliarden Euro.
  • Gesamtes Bundesdefizit für 2027 wird 203,7 Milliarden Euro betragen.
  • Geplante Ausgaben im Etat steigen auf 555,4 Milliarden Euro, 12,1 Milliarden Euro mehr als im April.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, Bundesregierung
  • Neuverschuldung für 2027: 118,7 Milliarden Euro (plus 8 Milliarden Euro im Vergleich zu April)
  • Gesamtdefizit 203,7 Milliarden Euro, Ausgaben steigen auf 555,4 Milliarden Euro (plus 12,1 Milliarden Euro im Vergleich zu April)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Anstieg der Neuverschuldung um knapp acht Milliarden Euro im Vergleich zur vorherigen Planung
  • Höhere Ausgaben im Etat, die 555,4 Milliarden Euro betragen
  • Unzureichende Einsparungen durch Effizienzmaßnahmen in verschiedenen Ressorts

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Planung von 118,7 Milliarden Euro Neuverschuldung im Kernhaushalt für 2027
  • Entnahme von rund 6,8 Milliarden Euro aus der Rücklage beschlossen
  • Gesamtes Defizit des Bundes wird auf 203,7 Milliarden Euro geschätzt
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