Freie Wähler warnen vor Ausdünnung des Fernverkehrs in Augsburg
Bayern - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Verkehrspolitik in Augsburg: Bedrohung der Anbindung
Augsburg () – Die Freien Wähler aus Bayerisch-Schwaben haben sich in einem gemeinsamen Schreiben an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder gewandt, um gegen mögliche Einschnitte bei der Fernverkehrsanbindung Augsburgs zu protestieren. Das teilte der bayerische Digitalminister Fabian Mehring am Montag mit.
Hintergrund ist ein Gutachten der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), wonach der Markteintritt des italienischen Bahnunternehmens Italo zu einer Ausdünnung von Fernverkehrsverbindungen in zahlreichen deutschen Städten führen könnte.
Allein für Augsburg stehen demnach mehr als 40 Fernverkehrsverbindungen zur Disposition. Die Freien Wähler sehen darin eine ernsthafte Gefahr für die Mobilität, die wirtschaftliche Entwicklung und die Standortqualität der Region.
Mehring bezeichnete die Entwicklung als „Treppenwitz auf Schienen“.
Augsburg sei die drittgrößte Metropolregion Bayerns und das Herz Bayerisch-Schwabens. Es sei nicht nachvollziehbar, dass Bund und Freistaat einerseits Milliarden Euro in die Neubaustrecke Augsburg–Ulm und den Umbau des Augsburger Hauptbahnhofs investierten, während gleichzeitig die Fernverkehrsanbindung ausgedünnt werde.
Die Freien Wähler fordern faire Rahmenbedingungen bei der Vergabe von Fernverkehrstrassen und ein Ende der „Rosinenpickerei“ auf besonders profitablen Strecken.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Rathaus der Stadt Augsburg (Archiv) |
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