Dobrindt wertet Maßnahmen gegen Reichsbürger als Erfolg
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Politische Entwicklungen in Berlin 2026
Berlin () – Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wertet die in den vergangenen Jahren auf den Weg gebrachten Maßnahmen gegen die Reichsbürger-Szene als Erfolg.
„Ich glaube, dass wir feststellen können, dass wir bei dem Thema Reichsbürger in der Vergangenheit Erfolge zu verzeichnen haben“, sagte der CSU-Politiker am Dienstag der . „Wir haben einen Schwerpunkt in der Vergangenheit ja auch da gesetzt, den Entwicklungen etwas entgegenzuhalten. Das ist funktionsfähig und das hat auch abschreckende Wirkung.“
Als Beispiele nannte Dobrindt das Verbot vom „Königreich Deutschland“ und anderer Reichsbürger-Gruppierungen. „Das ist in der Szene, glaube ich, angekommen, und das spiegelt sich auch in den Zahlen wider“, sagte Dobrindt mit Blick auf die neue Statistik zur politisch motivierten Kriminalität. „Das wird nicht dazu führen, dass diese Szene komplett verschwindet, aber es ist zurzeit eine Szene, bei der wir feststellen können, dass sie zumindest nicht aufwachsend ist, was ich für einen großen Vorteil und eine positive Entwicklung halte.“
Auch BKA-Präsident Holger Münch verwies darauf, dass man bei den Reichsbürgern einen Rückgang beim Organisationsgrad beziehungsweise auch bei den Straftaten verzeichnet habe. „Einer der großen Effekte war sicherlich auch das große Verfahren, das wir vor drei Jahren geführt haben.“ Da sei man gegen eine große Zahl von Reichsbürgern parallel vorgegangen, mit über 700 Beschuldigten am Ende, sagte Münch der . „Und die Verfahren laufen ja zum Teil heute noch. Also der Verfolgungsdruck ist noch da.“
Laut den am Dienstag in Berlin vorgestellten bundesweiten Fallzahlen zur politisch motivierten Kriminalität 2025 wurden im vergangenen Jahr insgesamt 666 Straftaten in dem Bereich „Reichsbürger/Selbstverwalter“ gemeldet. Dies bedeutet nach 995 Fällen 2024 einen Rückgang um 33,07 Prozent (2024 zu 2023: Rückgang um 23,46 Prozent). Deliktische Schwerpunkte waren Nötigungen/Bedrohungen (2025: 204; 2024: 308) sowie Beleidigungen (2025: 147; 2024: 224). Im Jahr 2025 wurden 79 Gewaltdelikte (2024: 131) in dem Bereich gemeldet. Dies bedeutete einen Rückgang um 39,69 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Deliktische Schwerpunkte der Gewaltdelikte waren Widerstandsdelikte (2025: 41; 2024: 66) und Erpressungen (2025: 29; 2024: 50).
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Vorstellung Statistik politisch motivierte Kriminalität (PKM) am 09.06.2026 |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Erfolge bei Maßnahmen gegen die Reichsbürger-Szene festgestellt
- Rückgang der Straftaten in der Kategorie "Reichsbürger/Selbstverwalter" um 33,07 Prozent im Jahr 2025
- 79 Gewaltdelikte im Jahr 2025, was einen Rückgang um 39,69 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- betrifft die Reichsbürger-Szene
- Rückgang politisch motivierter Straftaten um 33,07% in 2025 (666 Fälle, vorher 995)
- schwerpunktmäßige Delikte: Nötigungen/Bedrohungen (204) und Beleidigungen (147) in 2025
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Erfolge der Maßnahmen gegen die Reichsbürger-Szene
- Rückgang der Straftaten und des Organisationsgrades in der Szene
- Verfolgungsdruck durch große Verfahren gegen zahlreiche Reichsbürger
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Verbot von "Königreich Deutschland" und anderen Reichsbürger-Gruppierungen
- Erhöhung des Verfolgungsdrucks durch große Verfahren gegen Reichsbürger
- Rückgang der Straftaten und des Organisationsgrads bei den Reichsbürgern
- Dax rutscht trotz US-Iran-Deal wieder unter 25.000er-Marke - 15. Juni 2026
- 62-Jähriger verunfallt schwer in Mettmann - 15. Juni 2026
- Versuchter Totschlag und zwei Raubtaten: Tatverdächtiger in Schwäbisch Gmünd ermittelt - 15. Juni 2026
