Bahn will Sicherheitsmaßnahmen im Regionalverkehr verstärken
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Sicherheit im Regionalverkehr der Deutschen Bahn
Frankfurt am Main () – Die Deutsche Bahn hat neue Sicherheitsmaßnahmen für den Regionalverkehr angekündigt, um die Sicherheit von Fahrgästen und Mitarbeitern zu erhöhen.
Unter anderem sollen bis August alle Mitarbeiter im Einsatz von Bodycams geschult sein, teilte der Konzern am Montag in Frankfurt mit. Diese hätten sich als wirksame Präventionsmaßnahme bewährt. „Von über 500 Vorfällen, bei denen die Bodycams eingeschaltet werden mussten, kam es lediglich in einem Fall zu einem schweren Übergriff“, sagte DB-Regio-Chef Harmen van Zijderveld. Das Tragen der Bodycam bleibe für die Mitarbeiter freiwillig. Der Konzern will aber mit verpflichtenden Schulungen mehr Kollegen vom Nutzen überzeugen. Mit Blick auf die Verfügbarkeit sagte van Zijderveld: „Alle, die eine Bodycam haben möchten, erhalten diese auch.“
Aktuell wird zudem daran gearbeitet, dass künftig neben Bild- auch Tonaufnahmen möglich werden, wodurch sowohl die präventive Wirkung als auch die Aufklärung von Straftaten deutlich verbessert werden sollen. „Wir sind zuversichtlich, damit ab Herbst starten zu können“, so van Zijderveld.
Die Bahn hatte zuletzt zudem neue Sicherheitskonzepte in Pilotprojekten erprobt. Dazu gehören die sogenannte 1/1-Begleitung, bei der Kundenbetreuer durch eine weitere Person mit Sicherheitskenntnissen begleitet werden, sowie Doppelbesetzungen im Kundenservice. „Beide Ansätze haben gezeigt, dass konflikt- und emotionsgeladene Situationen besser bewältigt werden können und bereit für den Einsatz über die Region hinaus sind“, so van Zijderveld.
Ab Juli soll es bei der Bahn auch einen Trageversuch mit stichfesten Westen zur Erweiterung der persönlichen Schutzausstattung geben. Zudem wird das verpflichtende Deeskalationstraining bundesweit um das Modul „Selbstbehauptung im Zug“ erweitert.
Auch der KI-Einsatz ist bei der Bahn in Prüfung. Künftig könnten die Aufnahmen der Kameras in den Zügen in Echtzeit an die Verkehrszentrale weitergeleitet werden. Die KI wertet die Aufnahmen dann aus und meldet Konflikte, etwa einen Streit unter Fahrgästen oder Randalierer. Hierdurch könne die Reaktionsgeschwindigkeit deutlich erhöht werden und im Zweifelsfall könnten schnell Einsatzkräfte alarmiert werden, so das Unternehmen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Schaffnerin mit Bodycam (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Bis August sollen alle Mitarbeiter im Umgang mit Bodycams geschult werden.
- Ab Juli beginnt ein Trageversuch mit stichfesten Westen.
- Das Deeskalationstraining wird um das Modul "Selbstbehauptung im Zug" erweitert.
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- Zielgruppe: Mitarbeiter der Deutschen Bahn im Regionalverkehr
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- Frist: Schulungen bis August, Trageversuch ab Juli, KI-Einsatz ab Herbst
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- Schulung aller Mitarbeiter im Einsatz von Bodycams bis August
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- Trageversuch mit stichfesten Westen ab Juli und bundesweit erweitertes Deeskalationstraining
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