SoVD fordert Stärkung des Ehrenamts statt Zivildienst

4. August 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Ehrenamt in

Berlin () – Der Sozialverband (SoVD) fordert die Bundesregierung zu einer Stärkung des Ehrenamts auf, anstatt auf einen neuen Zivildienst zu setzen.

„Statt auf Zwang zu setzen, müssen freiwilliges Engagement und Ehrenamt gestärkt und der Bundesfreiwilligendienst sowie das Freiwillige Soziale Jahr verlässlich gefördert werden“, sagte die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier der Funke-Mediengruppe. Denn dort lernten junge Menschen soziale Berufe kennen, erlebten Solidarität und Mitmenschlichkeit und könnten für dringend benötigte Tätigkeiten im sozialen Bereich begeistert werden. Umso kritischer sei es, dass der Bund ausgerechnet bei diesen freiwilligen Diensten immer wieder Kürzungen vorgenommen habe und sogar eine Abschaffung im Raum gestanden habe.

Die Bundesregierung trifft nach eigenen Angaben Vorkehrungen für die Einführung eines neuen Zivildienstes für den Fall, dass auch die Wehrpflicht wieder eingeführt werden sollte. „Niemand sollte gegen seinen Willen zum Wehrdienst gezwungen werden“, warnte Engelmeier. Zugleich bedeute auch ein verpflichtender Zivildienst einen erheblichen Eingriff des Staates in die Freiheit und Lebensplanung junger Menschen. Daraus dürften keine dauerhaften Nachteile für ihre soziale Absicherung und Altersvorsorge entstehen.

Zugleich müsse verhindert werden, dass ein neuer Zivildienst dazu missbraucht wird, günstige Arbeitskräfte zu gewinnen und reguläre Beschäftigung zu ersetzen, sagte die Chefin des Sozialverbands. Junge Menschen dürften nicht als Lückenbüßer in maroden Systemen herhalten.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sanitäter (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • SoVD fordert die Bundesregierung auf, stattdessen das Ehrenamt und freiwilliges Engagement zu stärken sowie Bundesfreiwilligendienst und Freiwilliges Soziales Jahr verlässlich zu fördern
  • SoVD kritisiert wiederholte Kürzungen und mögliche Abschaffung freiwilliger Dienste durch den Bund
  • SoVD warnt vor einem verpflichtenden Zivildienst wegen Eingriffs in Freiheit und Lebensplanung und fordert, dessen Zweck nicht als Ersatz günstiger Arbeitskräfte zu missbrauchen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert Bundesregierung, Ehrenamt/Bundesfreiwilligendienst und Freiwilliges Soziales Jahr verlässlich zu fördern statt neuen Zivildienst; betrifft junge Menschen in sozialen Berufen sowie Träger im sozialen Bereich in Deutschland, genannt werden Kürzungen und teils geplante Abschaffung (keine konkreten Zahlen/Zeiträume genannt)
  • Für den Fall erneuter Wehrpflicht plant der Bund Vorkehrungen für einen neuen Zivildienst; SoVD warnt vor Zwang und möglichen dauerhaften Nachteilen für soziale Absicherung und Altersvorsorge von jungen Menschen, ohne konkrete Fristen/Zeitraum und ohne Zahlen
  • SoVD kritisiert, dass ein neuer Zivildienst als günstige Arbeitskräfte missbraucht werden könnte und reguläre Beschäftigung ersetzt; betrifft potenziell soziale Einrichtungen/Arbeitgeber bundesweit, keine konkreten Zahlen/Umfang genannt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Sozialverband Deutschland fordert Ausbau statt Einführung eines neuen Zivildienstes; Begründung ist, dass freiwilliges Engagement/Ehrenamt sowie Bundesfreiwilligendienst und Freiwilliges Soziales Jahr verlässlich gefördert werden sollen, da dort soziale Berufe und Solidarität vermittelt werden
  • Kritik an Kürzungen bzw. Abschaffungsplänen bei den freiwilligen Diensten; Hintergrund ist, dass der Bund diese Bereiche wiederholt finanziell geschwächt habe
  • Befürchtungen vor Zwang und Eingriff in Freiheit/Lebensplanung bei verpflichtendem Zivildienst sowie Risiko des Missbrauchs als günstige Arbeitskräfte zur Verdrängung regulärer Beschäftigung und als Lückenbüßer für marode Systeme

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Die Bundesregierung trifft nach eigenen Angaben Vorkehrungen für die Einführung eines neuen Zivildienstes, falls die Wehrpflicht wieder eingeführt wird
  • Der Bund soll freiwillige Angebote wie Bundesfreiwilligendienst und Freiwilliges Soziales Jahr verlässlich fördern, damit Ehrenamt und freiwilliges Engagement gestärkt werden
  • Es soll verhindert werden, dass ein neuer Zivildienst zur Gewinnung günstiger Arbeitskräfte missbraucht wird und reguläre Beschäftigung ersetzt
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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