DGB will Ausfallgeld für Beschäftigte bei extremer Hitze

31. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik: DGB fordert Hitzeschutz in

() – Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat mehr Arbeitsschutz bei extremer Hitze gefordert.

„Wir können es uns nicht mehr leisten, untätig zu sein“, sagte DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Mehr Hitzetage im Jahr heißen mehr gesundheitliche Belastung für Beschäftigte und ein höheres Risiko für Arbeitsunfälle. Das gilt besonders für die, die draußen arbeiten, unter Zeitdruck stehen oder besonders schwer körperlich arbeiten.“ Dazu würden auch Pflegekräfte, Paketzusteller und Einsatzkräfte gehören.

„Die Bundesregierung darf nicht länger tatenlos zusehen“, forderte Fahimi. „Sie muss Regelungen für ein Ausfallgeld für Beschäftigte finden, wenn wegen extremer Hitze nicht gearbeitet werden kann.“

Gleichzeitig seien auch die Arbeitgeber in der Verantwortung vorzusorgen. „Prävention, die fest im Arbeitsschutz der Unternehmen verankert ist, darf keine Kür mehr sein – sie ist Pflicht“, so Fahimi. „Die wirksamsten Lösungen entstehen dann, wenn die Beschäftigten über Betriebs- oder Personalräte an ihnen beteiligt sind. Sie sind die Experten für die eigenen Arbeitsplätze und wissen genau, welche Maßnahmen am sinnvollsten sind.“

Hitzewellen werden durch die globale Erwärmung stärker und wahrscheinlicher. Der Effekt wird weiter verstärkt, solange zusätzliche Treibhausgase etwa durch das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas in die Atmosphäre gebracht werden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: DGB (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • DGB fordert mehr Arbeitsschutzregelungen bei extremer Hitze und warnt vor steigenden gesundheitlichen Belastungen sowie höherem Risiko für Arbeitsunfälle, besonders bei Beschäftigten im Freien, unter Zeitdruck oder mit schwerer körperlicher Arbeit
  • Bundesregierung soll Regelungen für ein Ausfallgeld für Beschäftigte schaffen, wenn wegen extremer Hitze nicht gearbeitet werden kann
  • DGB fordert, dass Arbeitgeber Prävention im Arbeitsschutz verbindlich verankern und Beschäftigte über Betriebs- oder Personalräte in die Ausgestaltung der Maßnahmen beteiligen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Beschäftigte bei extremer Hitze, besonders Beschäftigte im Freien, unter Zeitdruck, bei schwer körperlicher Arbeit sowie Pflegekräfte, Paketzusteller und Einsatzkräfte; mehr Hitzetage erhöhen gesundheitliche Belastungen und das Risiko für Arbeitsunfälle
  • Region: Deutschland; Zielgruppe sind Beschäftigte sowie Arbeitgeber und die Bundesregierung, mit Forderungen nach Regelungen für ein Ausfallgeld wenn wegen extremer Hitze nicht gearbeitet werden kann
  • Zeitraum/Fristen: keine konkreten Angaben; Forderungen beziehen sich auf künftig mehr (zunehmende) Hitzetage und Hitzewellen durch globale Erwärmung

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Mehr Hitzetage im Jahr erhöhen gesundheitliche Belastungen und das Risiko von Arbeitsunfällen, besonders bei Arbeiten im Freien, unter Zeitdruck und bei schwer körperlicher Tätigkeit (u.a. Pflegekräfte, Paketzusteller, Einsatzkräfte)
  • Bundesregierung soll Regelungen für Ausfallgeld schaffen, wenn wegen extremer Hitze nicht gearbeitet werden kann
  • Prävention im Arbeitsschutz muss Pflicht sein und Arbeitgeber sollten Beschäftigte über Betriebs- oder Personalräte beteiligen; Ursache für zunehmende Hitzewellen ist globale Erwärmung durch Treibhausgasemissionen (Verbrennung von Kohle, Öl, Gas)

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bundesregierung soll Regelungen für ein Ausfallgeld finden, wenn wegen extremer Hitze nicht gearbeitet werden kann
  • Arbeitgeber sollen wirksame Prävention fest im Arbeitsschutz verankern und nicht kürzen
  • Beschäftigte sollen über Betriebs- oder Personalräte an der Entwicklung der Maßnahmen beteiligt werden
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH