Private Vermieter überhöhen Mieten fast so stark wie gewerbliche

31. Juli 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Berlin: Mietpreisbremse bei Vermietern unzureichend
() – Private Vermieter überhöhen ihre Mieten fast genauso stark wie gewerbliche Anbieter. Das zeigten neue Daten des Rechtsdienstleisters Conny, über die das „Handelsblatt“ berichtet.

Grundlage der Analyse war ein Datensatz mit 9.350 Fällen, in denen Conny einen Verstoß gegen die Mietpreisbremse festgestellt hatte. Die Vermieter wurden dabei in drei Gruppen unterteilt: gewerbliche und andere Vermieter mit einem Anteil von knapp 80 Prozent, private Vermieter mit einem Anteil von gut 19 Prozent sowie nicht gewinnorientierte Vermieter mit einem Anteil von einem Prozent. Bei mehr als jedem vierten privaten Vermieter, in 26,9 Prozent der Fälle, lag die Vertragsmiete den Daten zufolge mindestens doppelt so hoch wie die Mietspiegelmiete.

Laut „Conny“ verlangten private Vermieter im Schnitt rund 338 Euro monatlich zu viel Miete, gewerbliche Vermieter rund 348 Euro. Aufs Jahr gerechnet zahlten Mieter von Privatvermietern damit im Schnitt 4.061 Euro zu viel, Mieter von gewerblichen Vermietern wie Deutsche Wohnen/Vonovia oder Heimstaden im Schnitt 4.178 Euro.

Conny-Gründer Daniel Halmer widersprach damit der These, private Vermieter verstießen nur aus Unwissenheit oder Versehen gegen die Mietpreisbremse. In mindestens 73 Prozent der Fälle mit privaten Vermietern sei laut Conny eine professionelle Hausverwaltung eingeschaltet gewesen. „Hausverwaltungen kennen die gesetzlichen Vorgaben der Mietpreisbremse“, sagte Halmer der Zeitung. Vermieter, die gegen die Mietpreisbremse verstießen, täten das nicht aus Versehen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Graffiti mit Schriftzug „Mieten runter“ (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • In 26,9 Prozent der Fälle mit privaten Vermietern lag die Vertragsmiete mindestens doppelt so hoch wie die Mietspiegelmiete
  • Private Vermieter verlangten im Schnitt rund 338 Euro monatlich zu viel Miete; über ein Jahr entsprachen das im Schnitt 4.061 Euro zu viel
  • In mindestens 73 Prozent der Fälle mit privaten Vermietern war laut Conny eine professionelle Hausverwaltung eingeschaltet, und Verstöße seien demnach nicht aus Versehen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind private Vermieter sowie gewerbliche Anbieter; Analyse basiert auf 9.350 Fällen mit Verstößen gegen die Mietpreisbremse, private Vermieter knapp 19 Prozent, gewerbliche und andere Vermieter knapp 80 Prozent, nicht gewinnorientierte Vermieter 1 Prozent
  • Bei mehr als jedem vierten privaten Vermieter liegt in 26,9 Prozent der Fälle die Vertragsmiete mindestens doppelt so hoch wie die Mietspiegelmiete; im Schnitt verlangen private Vermieter rund 338 Euro monatlich zu viel, gewerbliche rund 348 Euro
  • Pro Jahr zahlen Mieter von Privatvermietern im Schnitt 4.061 Euro zu viel, Mieter von gewerblichen Vermietern wie Deutsche Wohnen/Vonovia oder Heimstaden im Schnitt 4.178 Euro; dabei wird in mindestens 73 Prozent der Fälle mit privaten Vermietern eine professionelle Hausverwaltung genutzt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Private Vermieter erhöhen ihre Mieten ähnlich stark wie gewerbliche Anbieter; bei 26,9 Prozent der Fälle liegt die Vertragsmiete mindestens doppelt so hoch wie die Mietspiegelmiete
  • Professionelle Hausverwaltung ist in mindestens 73 Prozent der Fälle bei privaten Vermietern eingeschaltet, wodurch Verstöße eher nicht durch Unwissenheit oder Versehen erklärt werden
  • Ausmaß der Verstöße: private Vermieter verlangen im Schnitt rund 338 Euro monatlich zu viel; daraus ergeben sich aufs Jahr etwa 4.061 Euro Mehrzahlung gegenüber der Mietspiegelmiete

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Keine Angabe
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