Linke stellt Fünf-Punkte-Plan gegen Hitzewellen vor

27. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Linke fordert Hitzeschutz in

() – In der Diskussion um den Umgang mit den immer häufiger auftretenden Hitzewellen in Deutschland will die Linke an diesem Montag einen „5-Punkte Hitzeschutzplan“ vorstellen.

Der Linken-Vorsitzende Luigi Pantisano sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben): „Gutes Arbeiten bei großer Hitze ist kaum möglich. Oft wird es gar gesundheitsgefährdend. Wir wollen die Beschäftigten vor Nachteilen durch Hitze schützen.“

Laut Pantisano geht es aber nicht nur um den Arbeitsschutz, sondern auch um die räumlichen Voraussetzungen – vor allem in Städten. In dem Hitzeschutzplan der Linken führt die Partei als ersten Punkt die Einführung eines „Hitze-Kurzarbeitergeldes“ für Außenarbeitsplätze auf.

Darüber hinaus will sie „verbindliche Hitzeschutzmaßnahmen in der Arbeitsstättenverordnung“ für Innenräume umsetzen. Wichtig sind ihr auch als Punkt drei „kühle Schutzräume bei Hitze“. Teil der Klimaanpassung in Kommunen müsse die öffentliche Bereitstellung kühler Rückzugsorte sein, „die innerhalb von 15 Minuten fußläufig erreichbar sind“, heißt es in dem Papier. Dazu sollen staatlich gelenkte Hitzebusse „durch kommunale Hilfs- und Rettungsteams“ eingesetzt werden.

Danach folgen als Punkt vier der „Ausbau öffentlicher und kostenfreier Schwimmbäder und Wasserflächen“ sowie als Punkt fünf ein „soziales Umbau- und Sanierungsprogramm in sozialen Einrichtungen und benachteiligten Wohnquartieren“.

Zum Thema Arbeit sagte Parteichef Pantisano: „Menschen verlegen bei über dreißig Grad im Schatten Asphalt, decken Dächer oder starren auf Bildschirme und versuchen, komplexe Entscheidungen zu treffen.“

Darüber hinaus wohnten Menschen mit wenig Geld oft in schlecht isolierten Wohnungen, vielleicht sogar im Dachgeschoss, sagte der Linken-Chef den Funke-Zeitungen. „Hier muss dringend saniert werden. Oft sind diese Wohnungen auch in Stadtteilen, wo es nur Asphalt und Beton gibt und die sich an Hitzetagen in Backöfen verwandeln. Besonders für Ältere, Schwangere und Obdachlose kann das lebensgefährlich werden.“

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Laut Pantisano müssen die vielen Hitzetoten alleine im Juni ein Weckruf sein. „Wir müssen in den Stadtteilen für Möglichkeiten sorgen, sich abzukühlen. Das bedeutet: Hitzebusse und kühle Orte, zugänglich für alle.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sommer (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Die Linke will einen 5-Punkte-Hitzeschutzplan vorstellen, der unter anderem ein Hitze-Kurzarbeitergeld für Außenarbeitsplätze vorsieht
  • Die Partei fordert verbindliche Hitzeschutzmaßnahmen in der Arbeitsstättenverordnung für Innenräume sowie öffentliche kühle Schutzräume innerhalb von 15 Minuten fußläufig erreichbarer Distanz
  • Zusätzlich sollen staatlich gelenkte Hitzebusse durch kommunale Hilfs- und Rettungsteams eingesetzt werden, außerdem kostenfreie Schwimmbäder/Wasserflächen sowie ein soziales Umbau- und Sanierungsprogramm für soziale Einrichtungen und benachteiligte Wohnquartiere umgesetzt werden

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Linke will in Deutschland einen „5-Punkte Hitzeschutzplan“ für Innen- und Außenarbeitsplätze sowie für Kommunen vorstellen; betroffen sind Beschäftigte bei Hitze, Menschen in schlecht isolierten Wohnungen (v. a. Ältere, Schwangere, Obdachlose) und die Allgemeinbevölkerung in Städten; keine konkreten bundesweiten Zahlen, nur Zielgruppenbeschreibung und Hinweis auf „Hitzetote“ im Juni
  • Region/Städte: Fokus vor allem auf Städte; Maßnahmen sollen in Kommunen umgesetzt werden, u. a. öffentliche Rückzugsorte, die innerhalb von 15 Minuten fußläufig erreichbar sind, sowie staatlich gelenkte „Hitzebusse“ durch kommunale Hilfs- und Rettungsteams
  • Fristen/Zeiträume: Bezug auf „Hitzetote alleine im Juni“ als Warnsignal; konkrete Umsetzungsfrist wird nicht genannt, aber Reichweitenkriterium „15 Minuten fußläufig“ wird genannt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Zunehmende Hitzewellen in Deutschland; dadurch wird gutes Arbeiten bei großer Hitze oft kaum möglich und teils gesundheitsgefährdend, was besonders Beschäftigte benachteiligen kann
  • Schlechte räumliche Bedingungen in Städten und armutsbetroffene Lebenslagen; Menschen mit wenig Geld leben häufiger in schlecht isolierten Wohnungen (z.B. Dachgeschoss, Stadtteile mit wenig Grün), was besonders für Ältere, Schwangere und Obdachlose lebensgefährlich werden kann
  • Auslöser für die Forderungen sind die vielen Hitzetoten, insbesondere im Juni; als Reaktion soll ein Maßnahmenpaket aus finanziellem Schutz (Hitze-Kurzarbeitergeld für Außenarbeitsplätze), verpflichtenden Hitzeschutzvorgaben, zugänglichen kühlen Schutzräumen und öffentlicher Infrastruktur (z.B. Schwimmbäder/Wasserflächen, Hitzebusse) sowie Sanierungen in sozialen Quartieren wirken

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Linke will ein Hitze-Kurzarbeitergeld für Außenarbeitsplätze einführen
  • Verbindliche Hitzeschutzmaßnahmen in der Arbeitsstättenverordnung für Innenräume umsetzen
  • Öffentliche Bereitstellung kühler Schutzräume innerhalb von 15 Minuten fußläufig erreichbar und dafür staatlich gelenkte Hitzebusse über kommunale Hilfs- und Rettungsteams einsetzen
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