DGB-Chefin Fahimi fordert Pflichtbeitrag zur Betriebsrente

13. Juli 2026
DGB-Chefin Fahimi fordert Pflichtbeitrag zur Betriebsrente

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in : DGB fordert Betriebsrente

Berlin () – DGB-Chefin Yasmin Fahimi fordert eine verpflichtende Betriebsrente aller Arbeitgeber für die Beschäftigten. Mit einem Zwei-Prozent-Pflichtbeitrag in dieser Säule wäre transparent, auf welchen Anteil aus Umlage und Kapitalrente man sich verlassen könne, sagte die Gewerkschaftsvorsitzende den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Fahimi kritisierte zentrale Beschlüsse der Rentenkommission zur Reform der Altersvorsorge als zu wenig konkret. Die Kommission habe sich zwar klar zu dem Ziel bekannt, eine Nettoersatzquote von 70 Prozent sicherzustellen. Offengelassen worden sei allerdings, wie das verbindlich erreicht werden solle, ohne es letztlich doch wieder dem individuellen Risiko zu überlassen.

Der derzeitige Gesamtvorschlag übertrage erneut einen Teil des Gesamtziels auf die individuelle Zusatzversorgung, wie man es aus der Vergangenheit bereits als nicht erfolgreich kenne, so die DGB-Vorsitzende. Eine verpflichtende Betriebsrente aller Arbeitgeber für die Beschäftigten wäre dagegen eine schnelle und unmittelbar wirkende Zusatzversorgung.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Strand (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Yasmin Fahimi (DGB) fordert eine verpflichtende Betriebsrente aller Arbeitgeber für Beschäftigte mit einem Zwei-Prozent-Pflichtbeitrag
  • Fahimi kritisiert, dass zentrale Beschlüsse der Rentenkommission zur Reform der Altersvorsorge zu wenig konkret sind und offen bleibt, wie die 70-Prozent-Nettoersatzquote verbindlich erreicht werden soll
  • Sie hält den aktuellen Ansatz für zu stark auf die individuelle Zusatzversorgung zu verlagern und sieht die verpflichtende Betriebsrente als schnell und unmittelbar wirksam

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • DGB-Chefin Yasmin Fahimi fordert eine verpflichtende Betriebsrente für alle Arbeitgeber; Zielgruppe sind Beschäftigte, keine konkreten Regionen genannt; als Beitrag wird ein Zwei-Prozent-Pflichtbeitrag genannt
  • Betroffen sind laut Text Beschäftigte im Kontext der Reform der Altersvorsorge/Rentenkommission; als Zielgröße wird eine Nettoersatzquote von 70 Prozent erwähnt, konkrete Fristen oder Zeiträume werden nicht genannt
  • Kritik richtet sich gegen zentrale Beschlüsse der Rentenkommission, weil die verbindliche Erreichung der Quote offenbleibt und ein Teil des Ziels auf die individuelle Zusatzversorgung verlagert werde; keine belastbaren Zahlen zu Zeitraum/Zahlengerüst außer 70 Prozent und 2 Prozent

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • DGB-Chefin Yasmin Fahimi fordert eine verpflichtende Betriebsrente für alle Arbeitgeber, um eine schnelle und unmittelbar wirkende Zusatzversorgung für Beschäftigte zu schaffen
  • Kritik an den zentralen Beschlüssen der Rentenkommission: zu wenig konkrete Umsetzung, Offenlassen wie die Zielvorgabe einer Nettoersatzquote von 70 Prozent verbindlich erreicht werden soll
  • Befürchtung, der derzeitige Gesamtvorschlag verlagere Teile des Gesamtziels erneut auf die individuelle Zusatzversorgung und damit auf individuelles Risiko

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • DGB-Chefin Yasmin Fahimi fordert eine verpflichtende Betriebsrente aller Arbeitgeber für die Beschäftigten mit einem verpflichtenden Zwei-Prozent-Pflichtbeitrag als zusätzlichen Rentenbaustein
  • Die Politik/Behörden sollen die Beschlüsse der Rentenkommission zur Altersvorsorge nach Fahimis Ansicht stärker verbindlich und konkret machen, damit die Nettoersatzquote von 70 Prozent tatsächlich erreicht wird
  • Nach Fahimis Kritik soll ein Teil des Zielerreichens nicht wieder auf die individuelle Zusatzversorgung verlagert werden, sondern über eine unmittelbar umsetzbare kollektive Zusatzversorgung laufen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH