Bundesrat stimmt für Reform des Sexualstrafrechts nach "Nur Ja heißt Ja"-Modell

10. Juli 2026

Hamburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaftspolitik: Neuer Ansatz im Sexualstrafrecht

() – Der Bundesrat hat am Freitag für die Einführung eines konsensbasierten Sexualstrafrechts nach dem „Nur Ja heißt Ja“-Modell gestimmt. Das teilte die Hamburger Justizbehörde mit.

Der Entschließungsantrag, den Hamburg und eingebracht hatten und dem und das beigetreten sind, erhielt eine Mehrheit. Er wird nun der Bundesregierung zur weiteren Bearbeitung zugeleitet.

Hamburgs Justizsenatorin Anna Gallina begrüßte die Entscheidung als „wirklich richtig guten Tag für die sexuelle Selbstbestimmung“.

Das „Nur Ja heißt Ja“-Modell solle nun endlich auch in Realität werden. Mehrere Länder Europas seien bereits weiter.

Es sei ganz einfach: Wenn zwei Menschen intim werden, müssten es beide wollen. Das Sexualstrafrecht müsse die sexuelle Selbstbestimmung stärken, indem künftig klar sei, dass derjenige, der eine sexuelle Handlung initiiert, sich auch der Zustimmung seines Gegenübers vergewissert.

Das geltende Recht knüpft seit 2016 an einen für den Täter erkennbaren entgegenstehenden Willen an („Nein heißt Nein“-Lösung).

In der Praxis führt dies jedoch häufig dazu, dass Betroffene in Übergriffssituationen nicht aktiv widersprechen oder Widerstand leisten können, sondern aufgrund von Angst, Schock oder psychischen Ausnahmesituationen handlungsunfähig sind. Daher kommen tatsächlich nicht einvernehmliche sexuelle Handlungen oft nicht zur Anklage oder sind im gerichtlichen Verfahren nicht hinreichend nachweisbar.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sitzung des Bundesrates am 10.07.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bundesrat stimmt für konsensbasiertes Sexualstrafrecht nach dem "Nur Ja heißt Ja"-Modell
  • Entschließungsantrag von Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, unterstützt von Niedersachsen und Saarland
  • Gesetzesentwurf wird zur weiteren Bearbeitung an die Bundesregierung weitergeleitet

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppen: Sexuelle Selbstbestimmung, Betroffene von sexueller Gewalt
  • Regionen: Deutschland, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Saarland
  • Fristen/Zeiträume: Keine Angabe

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Einführung eines konsensbasierten Sexualstrafrechts nach dem „Nur Ja heißt Ja“-Modell
  • Stärkung der sexuellen Selbstbestimmung und Klarstellung der Zustimmung
  • Bisherige rechtliche Herausforderungen beim Nachweis nicht einvernehmlicher sexueller Handlungen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Einführung eines konsensbasierten Sexualstrafrechts nach dem "Nur Ja heißt Ja"-Modell
  • Entschließungsantrag wird der Bundesregierung zur weiteren Bearbeitung zugeleitet
  • Stärkung der sexuellen Selbstbestimmung im Sexualstrafrecht
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