Geringverdiener nutzen Mobilitätsprämie immer seltener
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft: Rückgang bei Mobilitätsprämien in Berlin
Berlin () – Trotz hoher Energiepreise nehmen immer weniger geringverdienende Pendler die sogenannte Mobilitätsprämie in Anspruch.
Das geht aus aktuellen Zahlen der Steuerbehörden aus dem Jahr 2022 hervor, die dem „Spiegel“ vorliegen. Demnach beantragten 2021 noch knapp 150.000 Erwerbstätige die staatliche Leistung, im Jahr 2022 waren es nur 140.000. Die Prämie richtet sich an Menschen, die mehr als 20 Kilometer zur Arbeit pendeln, aber so wenig Gehalt beziehen, dass für sie die Pendlerpauschale nicht greift. Derzeit bekommen sie pro Kilometer 5,32 Cent netto. Durchschnittlich zahlen die Finanzämter 160 Euro pro Jahr an Antragsteller aus.
Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums an den Finanzausschuss des Bundestags hervor. Die Zahl potenzieller Empfänger wurde zunächst mit mehr als 200.000 angegeben. Der Vorsitzende des Finanzausschusses im Bundestag, Christian Görke von der Linken, kritisierte: „Nach der Einführung 2021 und den Lobeshymnen der verschiedenen Koalitionäre würde man einen Anstieg erwarten, aber jetzt ist die Zahl sogar gesunken.“ Er forderte die Einführung eines Mobilitätsgelds für alle Pendler, das unabhängig vom Einkommen berechnet wird. Derzeit erzielten Spitzenverdiener pro Kilometer eine steuerliche Entlastung von rund 18 Cent.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Straßenverkehr (Archiv) |
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- Antragsteller der Mobilitätsprämie sanken von 150.000 (2021) auf 140.000 (2022).
- Durchschnittliche Auszahlung durch Finanzämter beträgt 160 Euro pro Jahr.
- Christian Görke fordert ein einkommensunabhängiges Mobilitätsgeld für alle Pendler.
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- Rückgang von 150.000 (2021) auf 140.000 (2022) Anträge
- Prämie für Pendler über 20 Kilometer, Auszahlungen durchschnittlich 160 Euro pro Jahr
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- Rückgang der Anträge von 150.000 auf 140.000 zwischen 2021 und 2022
- Mobilitätsprämie greift erst ab einem bestimmten Gehalt, was geringverdienende Pendler ausschließt
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- Kritik an der aktuellen Nutzung der Mobilitätsprämie durch den Finanzausschuss
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