Sicherheitspolitiker fordern Vorkehrungen für AfD-Wahlsieg
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Sicherheitspolitik in Düsseldorf: AfD-Wahlsieg-Bedenken
Düsseldorf () – Sicherheitspolitiker von CDU und SPD fordern Vorkehrungen für den Fall eines AfD-Wahlsiegs. Das berichtet das „Handelsblatt“.
Nach Warnungen von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) vor einer Weitergabe geheimer Informationen an mögliche AfD-Minister fordern Sicherheitspolitiker der schwarz-roten Koalition Konsequenzen. Der Vorsitzende des Geheimdienste-Kontrollgremiums, Marc Henrichmann (CDU), sagte dem „Handelsblatt“: „Minister Pistorius benennt hier ein reales Problem, kein politisches Störfeuer.“
Henrichmann verwies auf die Nähe von Teilen der AfD zu russischen Netzwerken. Diese reiche von parlamentarischen Anfragen in den Landesparlamenten über „fragwürdige“ Treffen mit Vertretern Russlands in der Botschaft bis zu Mitarbeitern mit Kontakten zum russischen Geheimdienst. „Wer geheimhaltungsbedürftige Informationen erhält, muss zweifelsfrei loyal zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen“, sagte der CDU-Politiker. „Ob Verteidigung, Inneres oder Auswärtiges Amt: Überall dort, wo mit Verschlusssachen gearbeitet wird, müssen wir sicherstellen, dass diese Informationen nur dem Interesse der Bundesrepublik dienen.“
Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Fiedler, hält es vor diesem Hintergrund für erforderlich, Minister einer AfD-Regierung von nachrichtendienstlichen Informationen abzuschneiden. „Alles andere wäre eine erhebliche Gefahr für unser Land und die Europäische Union“, sagte er dem „Handelsblatt“. Die „Kollaboration“ mit Russland sei derart offensichtlich, dass man hieraus die große Gefahr ableiten könne.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | AfD-Logo am 04.07.2026 |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- CDU und SPD fordern Vorkehrungen für den Fall eines AfD-Wahlsiegs.
- Minister Pistorius warnt vor Weitergabe geheimer Informationen an mögliche AfD-Minister.
- Sicherheitspolitiker fordern, AfD-Regierungsmitglieder von nachrichtendienstlichen Informationen abzuschneiden.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffene: AfD, CDU, SPD, Bundesrepublik Deutschland
- Zielgruppen: Sicherheitspolitiker, Minister, Wähler der AfD
- Geografische Region: Deutschland
- Gefahr: mögliche Weitergabe geheimer Informationen, Nähe zur russischen Einflussnahme
- Fristen: keine Angabe
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Warnungen vor möglicher Weitergabe geheimer Informationen an AfD-Minister
- Bedenken hinsichtlich der Nähe von AfD-Teilen zu russischen Netzwerken
- Forderung nach Trennung von nachrichtendienstlichen Informationen für eine potenzielle AfD-Regierung
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Vorkehrungen für den Fall eines AfD-Wahlsiegs fordern
- Abtrennung von nachrichtendienstlichen Informationen für mögliche AfD-Minister
- Sicherstellung der Loyalität gegenüber der freiheitlich-demokratischen Grundordnung
- Berliner Senatorin gegen Kürzungspläne beim Unterhaltsvorschuss - 15. Juli 2026
- Grüne fordern von Pistorius Aufklärung nach Fregatten-Aus - 15. Juli 2026
- Motorradfahrer bei Wildunfall in Harsefeld schwer verletzt - 15. Juli 2026
