Weimer kritisiert Trumps Zoll-Drohung gegen Europa
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft: Zollstreit zwischen USA und Europa
Berlin () – Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) hat mit Unverständnis auf die jüngste Zoll-Drohung von US-Präsident Donald Trump reagiert.
„Die Medienregulierung großer Plattformen sollte kein handelspolitisches Thema werden“, sagte Weimer der Nachrichtenseite des Senders ntv am Freitag. Es gehe nicht um einseitige Diskriminierungen von US-Firmen, sondern um faire Wettbewerbsbedingungen und einen vielfältigen Medienmarkt für alle.
Der diskutierte Plattform-Soli sei ganz bewusst nicht als Steuer konzipiert, so Weimer. Er sei vielmehr eine zweckgebundene Abgabe.
Trump hatte zuvor gedroht, alle europäischen Staaten, die eine Digitalabgabe für US-Technologiekonzerne einführen, mit einem 100-Prozent-Zoll auf sämtliche Importgüter zu belegen – ungeachtet bestehender Zollvereinbarungen. Österreich, Frankreich, Italien und Spanien erheben bereits unterschiedliche Formen von Digitalsteuern.
Erst am Donnerstag hatten die EU-Staaten die Umsetzung des US-Zollabkommens gebilligt. Auf EU-Seite ist allerdings vorgesehen, die Zollzugeständnisse auszusetzen, sollte es zu erneuten Zollerhöhungen vonseiten der USA kommen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Wolfram Weimer (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Kulturstaatsminister Wolfram Weimer kritisiert die Zoll-Drohung von Donald Trump als unangebracht.
- Plattform-Soli ist keine Steuer, sondern eine zweckgebundene Abgabe.
- EU plant, Zollzugeständnisse auszusetzen, falls die USA Zölle erhöhen.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betrifft US-Technologiekonzerne und europäische Staaten
- Starke Auswirkungen durch mögliche 100-Prozent-Zölle auf Importgüter
- Österreich, Frankreich, Italien und Spanien erheben bereits Digitalsteuern
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Zoll-Drohung von US-Präsident Trump als Reaktion auf europäische Digitalabgaben
- Ziel: Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen und Schutz eines vielfältigen Medienmarktes
- Unterschiedliche Digitalsteuern in mehreren europäischen Ländern wie Österreich, Frankreich, Italien und Spanien
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Unverständnis über die Zoll-Drohung von Trump
- Betonung auf faire Wettbewerbsbedingungen und einen vielfältigen Medienmarkt
- EU-Staaten haben die Umsetzung des US-Zollabkommens gebilligt, aber Zollzugeständnisse ausgesetzt bei weiteren Zollerhöhungen der USA
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