Anstieg der Drogentoten in Nordrhein-Westfalen alarmiert Politiker

22. Juni 2026

Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft in Nordrhein-Westfalen: Drogentod-Statistik 2024

() – Die aktuellen Zahlen zu Drogentoten in sind besorgniserregend. Im Jahr 2024 sind 441 Menschen an den Folgen von Drogenmissbrauch gestorben, was einem Anstieg von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Dies ist die zweithöchste Zahl seit dem Jahr 2000, teilte Rodion Bakum, Beauftragter für Sucht- und Drogenpolitik der SPD-Fraktion im Landtag NRW, mit.

Besonders alarmierend ist, dass 71 Prozent der Todesfälle auf seelische Belastungen und Verhaltensstörungen durch den Konsum psychotroper Substanzen zurückzuführen sind. 314 Menschen sind an diesen Ursachen gestorben, was einen dramatischen Anstieg von 16 Prozent darstellt.

Bakum betont, dass hinter jedem dieser Fälle ein menschliches Schicksal steht und fordert, dass die Landesregierung angesichts dieser Entwicklung nicht länger abwarten darf.

Die steigende Zahl der Drogentoten zeigt, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen. Es bedarf mehr niedrigschwelliger Hilfsangebote, flächendeckender Prävention und einer besseren Versorgung suchtkranker Menschen.

Bakum fordert zudem mehr Drogenkonsumräume und eine landesweite Bereitstellung von Naloxon-Notfall-Kits, um die Situation zu verbessern und die Gesellschaft als Ganzes zu schützen.

Siehe auch:  Polizei nimmt mutmaßlichen Drogendealer in Dresden fest
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Heroin-Spritze (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 441 Drogentote in NRW im Jahr 2024, Anstieg um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
  • 71 Prozent der Todesfälle durch seelische Belastungen und Verhaltensstörungen bei Konsum psychotroper Substanzen
  • Forderung nach mehr niedrigschwelligen Hilfsangeboten, Prävention und Drogenkonsumräumen sowie Naloxon-Notfall-Kits

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • 441 Drogentote in Nordrhein-Westfalen 2024, Anstieg um 11% im Vergleich zum Vorjahr
  • 71% der Todesfälle durch seelische Belastungen und Verhaltensstörungen, 314 betroffene Personen, Anstieg um 16%
  • Forderung nach mehr Drogenkonsumräumen und Naloxon-Notfall-Kits zur Verbesserung der Situation

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Anstieg der Drogentoten um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
  • 71 Prozent der Todesfälle aufgrund seelischer Belastungen und Verhaltensstörungen
  • Notwendigkeit von mehr niedrigschwelligen Hilfsangeboten und Drogenkonsumräumen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Mehr niedrigschwellige Hilfsangebote schaffen
  • Flächendeckende Prävention ausbauen
  • Drogenkonsumräume und Naloxon-Notfall-Kits landesweit bereitstellen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH