Grüne fordern hohe Strafen für Plattformen bei Antisemitismus

17. Juni 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in Berlin: Antisemitismus im Internet

() – Die Grünen fordern empfindliche Strafen für Online-Plattformen, die nicht konsequent gegen Antisemitismus vorgehen.

Antisemitismus sei auch und vor allem im Internet weiterhin omnipräsent, sagte Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums, der „Rheinischen Post“. Die großen Online-Plattformen müssten bestehendes Recht konsequent umsetzen und antisemitische Narrative, Beleidigungen und Anfeindungen sehr viel effektiver bekämpfen.

Geschehe dies weiterhin nicht, müsse dies empfindliche Strafen zur Folge haben. Es brauche insgesamt ein sehr entschlossenes Handeln von Staat, Justiz und Verwaltung, genauso aber eine resiliente Zivilgesellschaft. Antisemitismus trete immer häufiger und unverhohlener auf. Antisemitismus bedrohe nicht nur Juden, „sondern unsere Demokratie als Ganzes“, sagte von Notz.

Am Mittwoch wurde der Jahresbericht „Antisemitische Vorfälle in “ des Bundesverbands der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Rias) vorgestellt. 2025 wurden 8.725 antisemitische Vorfälle erfasst, mehr als ein Viertel (27 Prozent) wurde online registriert.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mann mit Laptop (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Grünen fordern empfindliche Strafen für Online-Plattformen bei unzureichendem Umgang mit Antisemitismus
  • 2025 wurden 8.725 antisemitische Vorfälle in Deutschland erfasst
  • 27 Prozent der Vorfälle wurden online registriert

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Online-Plattformen, Juden, Zivilgesellschaft
  • Stärke: 8.725 antisemitische Vorfälle in 2025, 27 % davon online
  • Region: Deutschland

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Antisemitismus ist im Internet omnipräsent und nimmt zu.
  • Online-Plattformen setzen bestehendes Recht nicht ausreichend um.
  • Antisemitismus bedroht die Demokratie insgesamt.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Für Online-Plattformen sollen empfindliche Strafen eingeführt werden, wenn sie nicht gegen Antisemitismus vorgehen.
  • Bestehendes Recht muss konsequent umgesetzt werden, um antisemitische Inhalte effektiver zu bekämpfen.
  • Es wird ein entschlossenes Handeln von Staat, Justiz und Verwaltung gefordert.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH