Zentralrat der Juden warnt vor "neuer Normalität" des Judenhasses

17. Juni 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Antisemitismus in Deutschland steigert sich

() – Angesichts neuer Zahlen zu antisemitischen Straftaten in hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, vor einer gesellschaftlichen Gewöhnung an den Hass gewarnt.

Die inzwischen fast alltägliche Präsenz des Judenhasses führe zur Bildung einer „neuen Normalität“, in der jüdisches Leben aus der Öffentlichkeit gedrängt werde und nur unter immensen Schutzanstrengungen möglich sei, sagte Schuster der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der Rias-Jahresbericht müsse deshalb Weckruf und Auftrag für Politik und Zivilgesellschaft sein, denn um diesen Trend umzukehren, seien enorme Anstrengungen nötig.

Am Mittwoch hatte der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Rias) seinen Jahresbericht für 2025 vorgestellt. Demnach wurden im vergangenen Jahr bundesweit 8.725 Vorfälle registriert. Das waren neun mehr als im Jahr davor. Im Durchschnitt kommt es damit zu etwa 24 Taten pro Tag.

„8.725 antisemitische Vorfälle, ca. 24 pro Tag – das sind keine statistischen Ausreißer, es ist die bedrückende Realität in Deutschland“, sagte der Zentralratspräsident. Der Jahresbericht 2025 von Rias mache deutlich: Statt einer Beruhigung der Lage erlebe man eine Verfestigung des Antisemitismus auf Rekordniveau.

Siehe auch:  Wetterbericht für Mecklenburg-Vorpommern (13.02.2026)
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Zentralrat der Juden (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 8.725 antisemitische Vorfälle in Deutschland im Jahr 2025 registriert
  • Durchschnittlich 24 Taten pro Tag
  • Antisemitismus zeigt eine verfestigte Realität auf Rekordniveau

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind jüdische Gemeinschaften in Deutschland
  • Antisemitische Vorfälle 2024: 8.725 Fälle, ca. 24 pro Tag
  • Zeitrahmen: Jahresbericht 2025, präsentiert im Jahr 2024

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Gesellschaftliche Gewöhnung an Judenhass
  • Bildung einer "neuen Normalität" für jüdisches Leben in Deutschland
  • Ansteigende Anzahl antisemitischer Vorfälle auf Rekordniveau

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Weckruf an Politik und Zivilgesellschaft zur Bekämpfung des Antisemitismus
  • Erforderliche immense Anstrengungen zur Umkehr des Trends
  • Schutzmaßnahmen für jüdisches Leben ausbauen
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