CDU-Kritik an Hallervorden-Wahlkampf wird lauter

5. August 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in : CDU-Wahlkampfkritik
() – Die Wahlkampf-Aktivitäten des Schauspielers Dieter Hallervorden für die CDU -Anhalt stoßen abermals auf parteiinterne Kritik. „Es bleibt eine offene Frage, wie sinnvoll es ist, mit den zum Teil kruden Thesen von Herrn Hallervorden als CDU zu werben“, sagte Hamburgs CDU-Landesvorsitzender Dennis Thering dem „Tagesspiegel“.

Hallervorden hatte in den vergangenen Tagen bei mehreren Wahlkampf-Auftritten mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) Kanzler Friedrich Merz (CDU) attackiert und am Montagabend zudem die neue CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann. Diese hatte zuvor unter anderem Hallervordens Völkermord-Thesen zurückgewiesen. Hallervorden sagte am Montagabend beim CDU-Wahlkampf mit Schulze in Dessau: „Uns alle wird es noch geben, wenn Frau Hoppermann abgewählt ist.“

Hamburgs CDU-Chef Thering sagte, es sei wichtig, dass Hoppermann klargestellt habe, wo die CDU bei „Grundsätzen“ stehe. Es gebe darüber keine Debatte.

Sachsen-Anhalt wählt am 6. September einen neuen Landtag. In Umfragen liegt die AfD deutlich vor der CDU. Hallervorden hatte am Montag eine Koalition der CDU mit SPD und Grünen unter Duldung der Linken vorgeschlagen. Er riet der CDU, es sich „nicht mit den Linken zu verscherzen“. Die werde man „wahrscheinlich zur Tolerierung brauchen“. Schulze sagte zu dieser Frage, er sei mit Hallervorden nicht „immer hundertprozentig einer Meinung“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Dieter Hallervorden (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Hamburgs CDU-Landesvorsitzender Dennis Thering kritisierte erneut die Wahlkampf-Aktivitäten von Dieter Hallervorden und stellte die Sinnhaftigkeit infrage, mit dessen teils „kruden Thesen“ für die CDU Sachsen-Anhalt zu werben
  • Hallervorden machte bei einem CDU-Wahlkampf mit Sven Schulze in Dessau Aussagen gegen CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann; er sagte, „Uns alle wird es noch geben, wenn Frau Hoppermann abgewählt ist.“
  • Hallervorden schlug eine CDU-Koalition mit SPD und Grünen unter Duldung der Linken vor und riet der CDU, sich „nicht mit den Linken zu verscherzen“ sowie diese „wahrscheinlich zur Tolerierung“ zu brauchen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Dieter Hallervorden und CDU Sachsen-Anhalt betroffen; Kritik von Dennis Thering (Hamburg) an Hallervordens Wahlkampf-Auftritten und Thesen; zudem er spricht bei CDU-Wahlkampf-Auftritten mit Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) und attackiert u. a. CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann; Region Sachsen-Anhalt sowie Hamburg (Äußerung)
  • Zielgruppe/Zeitraum Wahlkampf-Phase bis zur Landtagswahl; Sachsen-Anhalt wählt am 6. September einen neuen Landtag; mehrere Wahlkampf-Auftritte in den vergangenen Tagen sowie am Montagabend in Dessau

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • parteiinterne Kritik an Dieter Hallervordens Wahlkampf-Aktivitäten für die CDU Sachsen-Anhalt wegen angeblich „kruden Thesen“ und der Frage nach der Sinnhaftigkeit der Werbung mit seinen Aussagen
  • Hintergrund: Hallervorden attackierte bei Wahlkampf-Auftritten gemeinsam mit Ministerpräsident Sven Schulze wiederholt CDU-Politikerinnen und -politiker sowie die CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann; Hoppermann hatte zuvor Hallervordens Völkermord-Thesen zurückgewiesen
  • Kontext und Auslöser: Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September, Umfragewerte mit AfD vor CDU; Hallervordens Vorschläge für eine Koalition unter Duldung der Linken und seine Aussage zur angeblichen Abwahl Hoppermanns erhöhen die Spannungen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Die CDU-Führung stellt klar, wo sie bei Grundsätzen steht, ohne dass es dazu eine Debatte geben soll
  • Die neue CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann weist zuvor Hallervordens Völkermord-Thesen zurück
  • Es gibt parteiinterne Kritik an Hallervordens Wahlkampfaktivitäten, insbesondere daran, wie sinnvoll es sei, für CDU Sachsen-Anhalt mit seinen Thesen zu werben
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