Neue CDU-Generalsekretärin will auf Basis zugehen
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Politik in Berlin: CDU setzt auf Vertrauen
Berlin () – CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann will sich mit einer neuen Strategie gegen den Vertrauensverlust an der Parteibasis und in der Bevölkerung stemmen. „Jetzt geht es darum, Vertrauen mit Ernsthaftigkeit und Ehrlichkeit zurückzugewinnen“, sagte Hoppermann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben). „Dazu muss man das Ohr bei der Partei haben und gemeinsam abgestimmt kommunizieren. Auch in der Bevölkerung gibt es einen starken Wunsch nach Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit.“
Sie wolle die Partei zudem wieder stärker in Richtung der Basis öffnen. „Ich werde daher die Kreisvorsitzenden-Konferenzen noch in diesem Jahr wieder einführen.“ Sie wolle vor Ort bei den Mitgliedern und Ehrenamtlichen sein und sich stark in den anstehenden Landtagswahlkämpfen einbringen.
Hoppermann sieht sich gut gerüstet für die neue Aufgabe: „Ich kann auch Attacke. Und ich werde gegenüber dem politischen Gegner auch deutlich sein.“ Die Leute aber wünschten sich etwas anderes: Sie wollten, dass die verantwortlichen Politiker merkten, was wirklich los sei im Alltag. „Ich habe 20 Jahre lang Kommunalpolitik gemacht. Da geht es um sehr konkrete Sachen: Wie machen wir den Schulweg sicher? Wie erhalten wir den Wochenmarkt? Nochmal: Man muss das Ohr bei den Leuten haben.“
Hoppermann verteidigte zudem den in Teilen der Partei umstrittenen Stil des Bundeskanzlers: Merz kommuniziere anders als sein Vorgänger Olaf Scholz „direkt und authentisch“. Im persönlichen Kontakt sei er sehr aufmerksam, höre intensiv zu und interessiere sich für sein Gegenüber. Merz sei ein „sehr empathischer Mensch“, der auch mitleide, wenn etwas Schreckliches passiert sei, wie etwa der islamistische Anschlag auf den CSD in Berlin.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Franziska Hoppermann am 27.07.2026 |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Franziska Hoppermann kündigte eine neue Strategie zur Rückgewinnung von Vertrauen an und will stärker „gemeinsam abgestimmt“ kommunizieren sowie das Ohr bei der Partei haben
- Sie will die Kreisvorsitzenden-Konferenzen noch in diesem Jahr wieder einführen, um die CDU wieder stärker zur Basis zu öffnen und sich vor Ort in Landtagswahlkämpfe einzubringen
- Hoppermann verteidigte Friedrich Merz’ Kommunikationsstil als „direkt und authentisch“ und beschreibt ihn als aufmerksam und empathisch im persönlichen Kontakt
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen sind Mitglieder und Ehrenamtliche der CDU sowie die Parteibasis und die Bevölkerung; als Maßnahmen werden u.a. die Wieder-Einführung der Kreisvorsitzenden-Konferenzen noch in diesem Jahr und die stärkere Einbindung vor Ort in anstehenden Landtagswahlkämpfen genannt, konkrete Zahlen fehlen
- Region/Politischer Raum betrifft Deutschland insgesamt mit Fokus auf künftige Landtagswahlkämpfe und den politischen Gegner; als Beispiel für ein Ereignis wird der islamistische Anschlag auf den CSD in Berlin erwähnt, genaue Fristen/Zeiträume dafür sind nicht genannt
- Stärke der Einflussnahme: Ziel ist „Vertrauen zurückgewinnen“ durch Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit sowie „Ohr bei der Partei“ und abgestimmte Kommunikation; quantitative Wirkung oder messbare Ziele werden nicht angegeben
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Vertrauensverlust der CDU sowohl in der Parteibasis als auch in der Bevölkerung; Bedarf an stärkerer Ernsthaftigkeit und Ehrlichkeit in der Kommunikation
- Öffnung der Partei zur Basis durch Wiedereinführung der Kreisvorsitzenden-Konferenzen noch in diesem Jahr; stärkerer Vor-Ort-Einsatz bei Mitgliedern und Ehrenamtlichen, besonders in Landtagswahlkämpfen
- Politischer Kommunikationsansatz als Hintergrund: Forderung, dass verantwortliche Politiker den Alltag der Menschen besser wahrnehmen (aus Erfahrung aus 20 Jahren Kommunalpolitik); Bezug auf Merz’ Stil als „direkt und authentisch“ sowie „zuhörend“ und empathisch
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Franziska Hoppermann will noch in diesem Jahr die Kreisvorsitzenden-Konferenzen wieder einführen, um die CDU stärker zur Parteibasis zu öffnen
- Sie will sich vor Ort bei Mitgliedern und Ehrenamtlichen einbringen und dort im Rahmen der anstehenden Landtagswahlkämpfe stärker präsent sein
- Die CDU soll künftig abgestimmter und mit stärkerer Rückkopplung an die Parteibasis sowie die Bevölkerung kommunizieren, indem die Verantwortlichen das „Ohr bei den Leuten“ haben
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