Trassenpreise: Länder fürchten Abbestellung von Zugverbindungen

4. August 2026

Regional - Saarland - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in : Trassenpreise im Fokus

Düsseldorf () – Vor der Sonderkonferenz der Verkehrsminister am Donnerstag erhöhen die Länder bei den sogenannten Trassenpreisen den Druck auf den neuen Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU). Bilger müsse das Thema sofort zur Chefsache machen, sagte die saarländische Ressortchefin Petra Berg (SPD) der „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe).

„Sonst droht ein absurdes Ergebnis: Die Menschen haben das Deutschlandticket in der Tasche, aber am Gleis kommt kein Zug. Das wäre ein Offenbarungseid“, so Berg.

Der Europäische Gerichtshof hatte im März die Trassenpreisbremse für den Schienenpersonennahverkehr für rechtswidrig erklärt.

Dem Regionalverkehr drohen dadurch bundesweit zusätzliche Kosten in dreistelliger Millionenhöhe. Mehrere Länder bereiteten bereits Abbestellungen von Zugverbindungen vor, warnte Berg.

Sie forderte vom Bund, die Mehrkosten vollständig auszugleichen, die Regionalisierungsmittel bedarfsgerecht zu erhöhen und das Trassenpreissystem dauerhaft zu reformieren.

Die Länder hätten dazu konkrete Vorschläge vorgelegt. „Der Bund darf die Kosten seiner Infrastruktur nicht bei den Ländern und den Fahrgästen abladen“, so die Ministerin.

Die Trassenpreise sind zentrales Thema bei der Video-Sonderkonferenz.

Zudem soll laut Tagesordnung auf Antrag von NRW über das Niedrigwasser beraten werden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gleisanlage (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Petra Berg fordert Steffen Bilger auf, das Thema Trassenpreise sofort zur Chefsache zu machen, sonst drohe laut ihr ein Zustand, in dem Menschen zwar das Deutschlandticket hätten, aber am Gleis kein Zug fährt
  • Der Europäische Gerichtshof erklärte im März die Trassenpreisbremse für den Schienenpersonennahverkehr für rechtswidrig; dadurch drohen den Regionalverkehren bundesweit zusätzliche Kosten in dreistelliger Millionenhöhe sowie Abbestellungen von Zugverbindungen durch mehrere Länder
  • Berg fordert vollständigen Kostenausgleich durch den Bund, bedarfsgerechte Erhöhung der Regionalisierungsmittel und eine dauerhafte Reform des Trassenpreissystems; zudem ist bei der Sonderkonferenz auf Antrag von NRW eine Beratung zum Niedrigwasser vorgesehen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Länder (insbesondere Saarland; Ministerin Petra Berg) erhöhen vor der Sonderkonferenz der Verkehrsminister am Donnerstag den Druck auf den neuen Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU), Thema sofort zur Chefsache zu machen; Zielgruppe sind Verantwortliche im Schienenpersonennahverkehr auf Bundes- und Länderebene
  • Bundesweit drohen dem Regionalverkehr zusätzliche Kosten in dreistelliger Millionenhöhe durch die im März vom Europäischen Gerichtshof für rechtswidrig erklärte Trassenpreisbremse; mehrere Länder bereiten Abbestellungen von Zugverbindungen vor
  • Forderungen: Bund soll Mehrkosten vollständig ausgleichen, Regionalisierungsmittel bedarfsgerecht erhöhen und das Trassenpreissystem dauerhaft reformieren; Trassenpreise sind zentrales Thema der Video-Sonderkonferenz, außerdem Niedrigwasserberatung auf Antrag von NRW

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Europäischer Gerichtshof erklärte im März die Trassenpreisbremse für den Schienenpersonennahverkehr für rechtswidrig, wodurch zusätzliche Kosten für den Regionalverkehr entstehen
  • Länder erhöhen den Druck auf Bundesverkehrsminister Steffen Bilger und fordern sofortiges Handeln, da sonst das Deutschlandticket vorhanden wäre, aber am Gleis kein ausreichender Zugverkehr zustande käme
  • Abbestellungen von Zugverbindungen werden bundesweit vorbereitet; Forderungen umfassen vollständigen Ausgleich der Mehrkosten durch den Bund, bedarfsgerechte Erhöhung der Regionalisierungsmittel und dauerhafte Reform des Trassenpreissystems

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Länder erhöhen den Druck auf den neuen Bundesverkehrsminister Steffen Bilger und fordern, dass er das Thema Trassenpreise sofort zur Chefsache macht
  • Länder fordern vom Bund den vollständigen Ausgleich der zusätzlichen Mehrkosten sowie eine bedarfsgerechte Erhöhung der Regionalisierungsmittel und eine dauerhafte Reform des Trassenpreissystems
  • Mehrere Länder bereiten laut Bericht Abbestellungen von Zugverbindungen vor, falls die Mehrkosten nicht ausgeglichen werden
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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