Uefa stellt Fifa-Spitze infrage

1. August 2026

Sport - aktuelle Fakten und Einordnung

Sportpolitik in UEFA-Nyon

Nyon () – Nach der Absage der Investorenpläne von Fifa-Präsident Gianni Infantino hat die Uefa gegen die Fifa-Spitze nachgelegt.

Man werde in den kommenden Tagen und Wochen gemeinsam mit anderen Konföderationen einen Plan ausarbeiten, wie sich ein solcher Vorgang nicht wiederholen könne, teilte der europäische Spitzenverband am Samstag mit. Dabei dürfe „keine Option“ ausgeschlossen werden. „Die derzeitige Fifa-Führung hat nicht nur das Vertrauen der Uefa, sondern auch das vieler anderer Mitglieder der Fußballfamilie verloren.“

Die Entscheidung der Fifa, ihre Pläne zur Teilprivatisierung von Wettbewerben wie der Weltmeisterschaft zurückzuziehen, begrüßte die Uefa derweil. „Der Vorschlag wurde von den Nationalverbänden der Uefa sowie von vielen anderen Verbänden und Konföderationen aller Größenordnungen weltweit, deren Aufgabe es ist, den Fußball zu schützen, einstimmig abgelehnt“, hieß es.

Der Verband kritisierte Infantino auch persönlich. Dieser habe bei seiner Kandidatur für das Amt des Fifa-Präsidenten im Jahr 2016 Transparenz versprochen und den Mitgliedsverbänden versichert, dass das Geld der Fifa das Geld der Verbände sei. „Beide Versprechen hat er nicht eingehalten“, so die Uefa. „Der schäbige, hinter verschlossenen Türen ausgehandelte und undurchsichtige Deal, den er ausgeheckt und durchzusetzen versucht hat, war alles andere als transparent.“ Und angesichts von Rücklagen in Höhe von über 5 Milliarden Dollar habe er es zudem versäumt, die Gelder der Verbände zum „Wohle des Sports“ einzusetzen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: UEFA-Logo (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Die Uefa will in den kommenden Tagen und Wochen gemeinsam mit anderen Konföderationen einen Plan ausarbeiten, wie sich ein Vorgang wie bei den Fifa-Investorenplänen nicht wiederholen könne, dabei sollen keine Optionen ausgeschlossen werden
  • Die Uefa begrüßte die Entscheidung der Fifa, Pläne zur Teilprivatisierung von Wettbewerben wie der Weltmeisterschaft zurückzuziehen
  • Die Uefa kritisierte Infantino persönlich und erklärte, er habe 2016 zugesprochene Transparenz- und Versprechen zur Verwendung des Fifa-Geldes nicht eingehalten

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind die Uefa-Mitglieder und deren Nationalverbände sowie andere Konföderationen der Fußballfamilie weltweit; geplant ist ein gemeinsam erarbeiteter Vorschlag in den kommenden Tagen und Wochen, um Wiederholungen eines solchen Vorgangs zu verhindern, wobei keine Option ausgeschlossen wird
  • Betroffen ist die Fifa-Spitze bzw. die derzeitige Fifa-Führung (Gianni Infantino persönlich); es geht um die (zuvor zurückgezogene) Teilprivatisierung u.a. der Weltmeisterschaft und um die Kritik an nicht eingehaltenen Transparenz-/Versprechen von 2016 sowie an Rücklagen von über 5 Milliarden US-Dollar

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Absage der Investorenpläne durch Fifa-Präsident Gianni Infantino; Uefa will mit anderen Konföderationen einen Plan erarbeiten, um einen solchen Vorgang künftig zu verhindern, ohne Optionen auszuschließen
  • Uefa begrüßt den Rückzug der Fifa-Pläne zur Teilprivatisierung von Wettbewerben wie der Weltmeisterschaft, da der Vorschlag von Nationalverbänden und vielen weltweiten Verbänden einstimmig abgelehnt wurde
  • Uefa kritisiert Infantino persönlich wegen angeblich gebrochener Transparenz- und Versprechen zu Finanzflüssen; zudem Vorwurf eines intransparenten Deals und fehlender zweckmäßiger Verwendung von Fifa-Rücklagen von über 5 Milliarden Dollar

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Die Uefa will in den kommenden Tagen und Wochen gemeinsam mit anderen Konföderationen einen Plan ausarbeiten, wie sich ein solcher Vorgang nicht wiederholen könne
  • Dabei will die Uefa laut eigener Aussage keine Option ausschließen
  • Die Uefa begrüßt die Entscheidung der Fifa, ihre Pläne zur Teilprivatisierung von Wettbewerben wie der Weltmeisterschaft zurückzuziehen und lehnt den Vorschlag entsprechend ab
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH