Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg steigt über 300.000
Baden-Württemberg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft & Arbeitsmarkt in Stuttgart
Stuttgart () – Die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg ist im Juli auf 300.348 gestiegen. Das teilte die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit am Freitag mit.
Die Arbeitslosenquote bleibt bei 4,6 Prozent. Gegenüber dem Vormonat bedeutet das einen Anstieg von 1,4 Prozent, gegenüber dem Vorjahr von 2,4 Prozent.
Besonders stark betroffen ist die Jugendarbeitslosigkeit: 27.017 junge Menschen unter 25 Jahren waren arbeitslos, ein Anstieg von 8,9 Prozent im Vergleich zum Juni.
Die Jugendarbeitslosenquote steigt auf 3,9 Prozent. Nach Angaben der Regionaldirektion steigt die Jugendarbeitslosigkeit bereits das vierte Jahr in Folge, im Vorjahresvergleich um 6,1 Prozent.
Auch der Ausbildungsmarkt schwächelt: Die gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen liegen rund zehn Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Industrie verzeichnet einen Rückgang von mehr als zehn Prozent (minus 1.830 Stellen), der Handel von über 25 Prozent (minus 4.412 Stellen).
Martina Musati, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, nannte den hohen Rückgang an Ausbildungsstellen ein Warnsignal.
„Damit wir in ein paar Jahren mit Blick auf den Fachkräftebedarf nicht die Versäumnisse von heute diskutieren, müssen wir jetzt alles unternehmen, um jungen Menschen eine Chance auf Ausbildung sowie nach der Ausbildung auf eine Beschäftigung zu geben“, sagte sie. Die Betriebe bat sie, ihre Ausbildungsbereitschaft hochzuhalten.
Zur Kurzarbeit meldet die Behörde für April 36.441 betroffene Personen, etwa halb so viele wie ein Jahr zuvor. Die Kurzarbeiterquote liegt weiterhin bei 0,7 Prozent.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundesagentur für Arbeit (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg im Juli auf 300.348 gestiegen; Arbeitslosenquote bleibt bei 4,6 Prozent, +1,4 Prozent zum Vormonat und +2,4 Prozent zum Vorjahr
- Jugendarbeitslosigkeit unter 25 Jahren auf 27.017 gestiegen; Jugendarbeitslosenquote auf 3,9 Prozent, Anstieg im Vergleich zum Juni um 8,9 Prozent sowie seit vier Jahren in Folge steigend
- Gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen rund 10 Prozent unter Vorjahreswert; Industrie mehr als 10 Prozent Rückgang (minus 1.830 Stellen), Handel über 25 Prozent Rückgang (minus 4.412 Stellen)
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Baden-Württemberg: Arbeitslosigkeit im Juli auf 300.348; Arbeitslosenquote unverändert bei 4,6 Prozent; Anstieg vs Vormonat 1,4 Prozent, vs Vorjahr 2,4 Prozent
- Baden-Württemberg/Jugendliche unter 25: 27.017 arbeitslose junge Menschen; Jugendarbeitslosigkeit +8,9 Prozent ggü Juni; Jugendarbeitslosenquote 3,9 Prozent; Anstieg im Vorjahresvergleich +6,1 Prozent; bereits viertes Jahr in Folge
- Baden-Württemberg/Ausbildungsmarkt: gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen rund 10 Prozent unter Vorjahreswert; Industrie -1.830 Stellen (mehr als -10 Prozent), Handel -4.412 Stellen (über -25 Prozent); Kurzarbeit April: 36.441 betroffene Personen, Kurzarbeiterquote 0,7 Prozent
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- Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg gestiegen auf 300.348 im Juli; Arbeitslosenquote unverändert bei 4,6 Prozent, Anstieg gegenüber Vormonat (+1,4 Prozent) und Vorjahr (+2,4 Prozent)
- Jugendarbeitslosigkeit besonders stark: 27.017 arbeitslose unter 25 Jahren, Plus 8,9 Prozent ggü. Juni; Jugendarbeitslosenquote auf 3,9 Prozent, vierter Jahrgang in Folge ansteigend
- Schwächung des Ausbildungsmarkts als Warnsignal: gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen rund 10 Prozent unter Vorjahr; Industrie -10 Prozent und Handel -25 Prozent; außerdem Kurzarbeit im April 36.441 Betroffene (Quote 0,7 Prozent)
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Die Regionaldirektion Baden-Württemberg macht die gestiegenen Arbeitslosenzahlen und die höheren Werte bei der Jugendarbeitslosigkeit öffentlich; die Arbeitslosenquote liegt bei 4,6 Prozent, die Jugendarbeitslosenquote bei 3,9 Prozent
- Die Behörde warnt vor dem Rückgang gemeldeter Ausbildungsstellen und fordert die Betriebe auf, ihre Ausbildungsbereitschaft hochzuhalten, um jungen Menschen Ausbildung und Beschäftigung nach der Ausbildung zu sichern
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