Dax legt zu – Inflationsdaten im Bereich der Erwartungen
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft: DAX-Entwicklung in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Am Donnerstag hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.612 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste rangierten Infineon, Siemens Energy und Symrise, am Ende Adidas, SAP und Zalando.
Die nach einer ersten Schätzung im Juli deutlich von 2,3 Prozent auf 2,8 Prozent gestiegene Inflationsrate lag im Bereich der Erwartungen. „Dass die Inflationsrate im Juli wieder zulegt, muss in Anbetracht gestiegener Ölpreise nicht weiter verwundern“, sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP-Bank. Von besonderem Interesse ist der Blick auf die Kerninflationsrate, also die Teuerungsentwicklung ohne Nahrungsmittel und Energie, denn darin manifestieren sich etwaige Zweitrundeneffekte. „Und hierbei gibt es eine kleine Überraschung: Die Kerninflationsrate fällt von 2,5 Prozent auf 2,4 Prozent“, so Gitzel. „Der Preisauftrieb im Bereich von Dienstleistungen nimmt erfreulicherweise ab.“
Mit Blick auf die deutsche Teuerungsentwicklung gebe es zunächst Entwarnung. „Jetzt gilt es noch, die Eurozonen-Entwicklung abzuwarten. Das Zahlenmaterial für den gesamten Währungsraum wird morgen publiziert. Würde sich auch für die Eurozone zeigen, dass der Preisauftrieb außerhalb von Energie und Nahrungsmitteln abebbt, könnte die EZB mit einer weiteren Zinsanhebung zuwarten“, so der Ökonom.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1514 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8685 Euro zu haben.
Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 17 Uhr deutscher Zeit 90,21 US-Dollar; das waren 53 Cent oder 0,6 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frankfurter Börse (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Dax stieg im Xetra-Handel zum Handelsschluss auf 25.612 Punkte um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss
- Kerninflationsrate sank von 2,5 Prozent auf 2,4 Prozent, Preisauftrieb bei Dienstleistungen nahm ab
- Eurokurs lag bei 1,1514 US-Dollar, während Brent-Öl auf 90,21 US-Dollar je Fass fiel um 0,6 Prozent
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen sind Anleger und der deutsche Aktienmarkt; Dax gewinnt am Donnerstag im Xetra-Handel zugelegt auf 25.612 Punkte, plus 0,6 Prozent gegenüber dem Vortag; Kursführung u.a. Infineon, Siemens Energy und Symrise, Schlusslichter u.a. Adidas, SAP und Zalando
- Betroffen ist die Geldpolitik bzw. Erwartung der EZB im Euroraum; deutsche Inflationsrate steigt im Juli von 2,3 Prozent auf 2,8 Prozent, Kerninflationsrate sinkt von 2,5 Prozent auf 2,4 Prozent; EZB könnte mit weiterer Zinsanhebung zuwarten, abhängig davon, ob sich auch in der Eurozone der Trend bei Kerninflation außerhalb von Energie und Nahrungsmitteln zeigt, Zahlenmaterial für den gesamten Währungsraum wird morgen publiziert
- Betroffen sind Währungs- und Rohstoffmärkte im Euro- und US-Dollarraum; Eurokurs 1,1514 US-Dollar, 1 US-Dollar entspricht 0,8685 Euro; Brent-Ölpreis 90,21 US-Dollar je Fass und damit 0,6 Prozent bzw. 53 Cent niedriger als am vorherigen Handelstag
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Dax stieg am Donnerstag um 0,6 Prozent auf 25.612 Punkte; Gewinner waren u.a. Infineon, Siemens Energy und Symrise, während Adidas, SAP und Zalando hinten lagen
- Inflationsrate in Deutschland stieg von 2,3 Prozent auf 2,8 Prozent im Juli, lag aber im Rahmen der Erwartungen; Kerninflationsrate sank von 2,5 Prozent auf 2,4 Prozent, wodurch der Preisauftrieb bei Dienstleistungen abnahm
- Beobachtung/Abgleich der Eurozone-Daten für die EZB-Entscheidung; falls auch dort der Preisauftrieb außerhalb von Energie und Nahrungsmitteln nachlässt, könnte die EZB mit einer weiteren Zinsanhebung zuwarten
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
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