Grüne und Linke kritisieren Kretschmer

22. Juli 2026

Regional - Sachsen - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik: Kretschmer und AfD-Konfrontation in
() – Grüne und Linke haben die Äußerungen von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zum Umgang mit der AfD scharf kritisiert.

Die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Irene Mihalic, sagte dem Nachrichtenportal T-Online: „Wenn einer die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat, dann ist es Michael Kretschmer mit seiner Aussage zur Brandmauer.“ Nein, man müsse nicht mit Leuten reden, die diesem Land Schaden zufügen wollten, was ja auch Kretschmer konstatiere.

Es gehe bei der Brandmauer nicht darum, den Austausch von Höflichkeitsfloskeln zu unterbinden, sondern sich klar gegen jede Form der Zusammenarbeit mit der AfD zu positionieren, so Mihalic weiter.

Die AfD wolle einen anderen Staat, eine andere Gesellschaft, eine andere Verfassung. „Sie steht für den Weg in die Autokratie, die Missachtung der Menschenrechte, die Verfolgung von politischen Gegnern und für eine vasallenhafte Nähe zum Putin-Regime.“

Kretschmer hatte angesichts der politischen Mehrheitsverhältnisse in Ostdeutschland eine Bereitschaft zu Gesprächen auch mit der AfD gefordert.

Er sagte dem „Handelsblatt“: „Wer noch über Brandmauern redet, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Wir müssen mit jedem reden, der reden will.“

Auch die Linkspartei übte heftige Kritik.

Der Co-Vorsitzende Luigi Pantisano sagte T-Online: „Die Strategie der CDU, die AfD durch Annäherung zu schwächen, ist dramatisch gescheitert.“ Im Gegenteil habe jedes bisschen Zucker, das die CDU der AfD gegeben habe, dieser zusätzliche Stimmen gebracht.

Merz habe die AfD halbieren wollen – er habe sie verdoppelt. Dazu trage auch seine Kürzungspolitik gegen die arbeitenden Menschen bei, die nun „vollends die Schnauze voll“ hätten.

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„Die CDU ist auf dem Weg in den Abgrund und Kretschmer gibt Gas“, so Pantisano weiter.

Die AfD in die Nähe der Schalthebel der Macht zu lassen, sei zutiefst verantwortungslos. Sie werde jedes bisschen Einfluss gegen alle ihnen missliebigen Menschen nutzen.

„Und, was zu oft vergessen wird: Die AfD ist die schärfste Feindin der arbeitenden Menschen. Mindestlohn, Streikrecht und betriebliche Mitbestimmung will die AfD nicht.“

Wenn die AfD von Freiheit spreche, meine sie die Konzernbosse, nicht die arbeitende Mehrheit.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Michael Kretschmer (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Grüne (Irene Mihalic) kritisierten Kretschmers Forderung zu Gesprächen mit der AfD und erklärten, bei der „Brandmauer“ gehe es um klare Abgrenzung gegen jede Zusammenarbeit
  • Linkspartei (Luigi Pantisano) bezeichnete die CDU-Strategie der Annäherung als gescheitert und sagte, statt Schwächung habe die Annäherung der AfD zusätzliche Stimmen gebracht
  • Linkspartei warf CDU/Kretschmer vor, die AfD könne Einfluss gegen missliebige Menschen gewinnen, und betonte die AfD werde Mindestlohn, Streikrecht und betriebliche Mitbestimmung ablehnen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Grüne und Linke in Deutschland, konkret die Aussagen von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zum Umgang mit der AfD; zeitlicher Bezug ohne konkrete Fristen/Zahlen, Kritik an der geforderten Gesprächsbereitschaft und zur „Brandmauer“
  • Region betrifft Sachsen/ostdeutsche Mehrheitsverhältnisse und die Bundespolitik zur Zusammenarbeit bzw. Annäherung an die AfD; keine messbaren Zahlen/Zeiträume genannt, Tonlage „scharf“/„heftig“ mit Kernaussagen zu Autokratie, Menschenrechten und Nähe zu Putin
  • Zielgruppen: politische Gegner bzw. AfD-nahen Positionen und „arbeitende Menschen“; die Linke behauptet, Merz habe die AfD „halbieren“ wollen, jedoch „verdoppelt“ (ohne konkrete Zeitspanne/Zahlen)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Grünen-Politikerin Irene Mihalic kritisiert Kretschmers Aussage zur AfD-„Brandmauer“, weil das signalisiere, man müsse auch mit Parteien reden, die laut Grünen dem Land schaden wollten; Brandmauer solle klar gegen Zusammenarbeit positionieren statt nur Höflichkeitsfloskeln auszutauschen
  • Hintergrund sind politische Mehrheiten in Ostdeutschland und Kretschmers Forderung, wegen möglicher Mehrheiten mit der AfD Gespräche zu führen
  • Als Auslöser dienen die Kritikreaktionen von Grünen und Linkspartei auf Kretschmers Brandmauer-Kommentar; die Linkspartei sieht Annäherung an die AfD als gescheitert an und wirft der CDU sowie Kürzungspolitik vor, die AfD gestärkt und arbeitende Menschen belastet zu haben

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Grüne und Linke fordern eine klare Positionierung gegen jede Form der Zusammenarbeit mit der AfD („Brandmauer“ statt Gespräche)
  • Sie kritisieren Kretschmers Bereitschaft, auch mit der AfD zu reden, und machen daraus politischen Handlungsbedarf zur Abgrenzung
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