Evers sieht Leihmutterschaft-Debatte als Frauensache

21. Juli 2026

Berlin - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Berliner Debatte um Leihmutterschaft

() – Der CDU-Spitzenkandidat für die Berliner Abgeordnetenhauswahl, Stefan Evers, sieht Männer nicht in der Position, die Debatte um Leihmutterschaft voranzutreiben. Das sei vielmehr Sache der Frauen, um deren Körper es schließlich gehe, sagte er dem Fernsehsender „Welt“.

„Ich glaube, dass es nicht zuerst an uns Männern ist, diese Debatte voranzutreiben – und dass es auch nicht der Kinderwunsch eines queeren Paares, eines Paares, das keine Chance auf biologische Kinder hat, sein sollte, diese Debatte voranzutreiben.“

Die Debatte müsse getrieben sein von denen, um die es gehe: Es gehe um den Körper der Frau, um Mutterschaft und um die Beziehung zwischen Mutter und Kind. Deswegen nehme er sich da in aller Demut zurück.

Für ihn persönlich sei Leihmutterschaft kein Weg, bekräftigte Evers.

Nach dem Rücktritt von Jens Spahn sei in der politischen und gesellschaftlichen Debatte nun der Blick auf „das Wesentliche“ frei, so Evers. „Das Wesentliche an diesem Sachverhalt ist ja in der Tat der dahinterstehende ethische Konflikt zwischen dem Kinderwunsch eines Paares, dem keine biologischen Kinder möglich sind, und dem Umstand, dass wir in aus guten Gründen, dass wir in der CDU aus guten Gründen uns gegen Leihmutterschaft aussprechen.“

Eine Veränderung des gesetzlichen Rahmens für die juristisch tolerierte Leihmutterschaft im Ausland strebt Evers nicht an.

Das halte er für ethisch ausgesprochen schwierig, denn am Ende gehe es um die Frage, wie man damit umgehe, wenn dann ein Kind geboren werde. Man werde mit diesem Spannungsfeld weiter umgehen müssen, es weiter aushalten müssen.

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Das heiße aber nicht, dass man hierzulande alles erlauben solle. Ganz im Gegenteil, man habe eigene Überzeugungen und Haltungen zu bestimmten Fragestellungen.

Die flössen auch in die Gesetzgebung und als Partei in die Beschlussfassungen ein. Dazu stehe er, dazu stehe auch die Berliner CDU in dieser Frage ganz ausdrücklich.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Stefan Evers (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Stefan Evers lehnt es ab, dass Männer die Debatte um Leihmutterschaft vorantreiben sollen; sie müsse von den Betroffenen geführt werden, da es um den Körper der Frau und um Mutterschaft gehe
  • Evers strebt keine Veränderung des gesetzlichen Rahmens für die juristisch tolerierte Leihmutterschaft im Ausland an und betrachtet eine weitere Ausgestaltung ethisch als sehr schwierig
  • Evers bekräftigt, dass die Berliner CDU an ihren Überzeugungen und Haltungen gegen Leihmutterschaft festhält und diese in Gesetzgebung sowie Beschlussfassungen einfließen lässt

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Berlin: Stefan Evers (CDU-Spitzenkandidat für die Berliner Abgeordnetenhauswahl) äußert, dass die Debatte um Leihmutterschaft von Frauen vorangetrieben werden solle; keine quantitativen Zielgruppen- oder Zahlenangaben zu Zeiträumen/Fristen, keine konkrete Reichweite über die Berliner Landespolitik hinaus
  • Deutschland: Evers strebt keine Veränderung des gesetzlichen Rahmens zur juristisch tolerierten Leihmutterschaft im Ausland an; betont ethische Schwierigkeiten beim Umgang mit einem Kind, falls es geboren wird, und fordert nicht „alles erlauben“ in Deutschland, sondern an eigenen CDU-Haltungen/Lawgebung festzuhalten
  • Deutschland/Politik: Einordnung eines ethischen Konflikts zwischen Kinderwunsch queerer Paare ohne biologische Kinder und dem Umstand, dass CDU sich aus „guten Gründen“ gegen Leihmutterschaft ausspricht; keine konkreten Gesetze/Zeiträume genannt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Stefan Evers, CDU-Spitzenkandidat für die Berliner Abgeordnetenhauswahl, sieht es als Aufgabe der Frauen an, die Debatte um Leihmutterschaft voranzutreiben, weil es um deren Körper, Mutterschaft und das Verhältnis zwischen Mutter und Kind gehe
  • Auslöser/Rahmen der Debatte ist laut ihm der ethische Konflikt zwischen dem Kinderwunsch von Paaren ohne Möglichkeit biologischer Kinder und der deutschen bzw. CDU-weiten Ablehnung von Leihmutterschaft aus guten Gründen
  • Kontext: Evers will keine Veränderung des gesetzlichen Rahmens für juristisch tolerierte Leihmutterschaft im Ausland und hält weitere rechtliche Öffnungen ethisch für schwierig, wenn ein Kind geboren wird

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Keine konkreten politischen oder behördlichen Maßnahmen, sondern Aussagen von Stefan Evers, dass die Debatte zu Leihmutterschaft von den betroffenen Frauen getragen werden soll
  • Keine Veränderung des gesetzlichen Rahmens für die juristisch tolerierte Leihmutterschaft im Ausland geplant
  • Leitende Haltung soll in Gesetzgebung und parteiinterne Beschlussfassungen einfließen, die Berliner CDU steht dazu ausdrücklich
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