UAW-Chef Fain will Organisierung im US-Süden vorantreiben
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft – UAW treibt Südstaaten-Ausbau
New York () – Die US-Automobilgewerkschaft UAW will ihren Vorstoß bei ausländischen Herstellern im Süden der USA verstärken. „Wir haben Pläne überall im Süden“, sagte UAW-Präsident Shawn Fain dem „Handelsblatt“. Konkrete Details zu den nächsten Schritten wollte er allerdings nicht offenlegen.
Auf die Frage nach dem neuen Werk der Volkswagen-Tochter Scout Motors in South Carolina sagte Fain: „Es ist überall derselbe Kampf, wohin wir auch gehen.“ Für einen neuen Anlauf beim Mercedes-Werk in Tuscaloosa, wo die Belegschaft 2024 noch gegen eine Vertretung durch die UAW gestimmt hatte, zeigte sich Fain zuversichtlich: „Ich glaube nicht, dass es eine Frage des Ob ist, sondern eine Frage des Wann.“
Ausgangspunkt ist der Durchbruch bei Volkswagen in Chattanooga, wo sich 2024 als erste Belegschaft eines ausländischen Autobauers im US-Süden die Beschäftigten gewerkschaftlich organisierten. Finanziell rüstet sich die Gewerkschaft für die Kampagnen. Auf dem Gewerkschaftstag im Juni dieses Jahres habe man beschlossen, den Streik- und Verteidigungsfonds „auf über eine Milliarde Dollar anwachsen“ zu lassen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Autoproduktion (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- UAW will ihren Vorstoß gegen ausländische Hersteller im Süden der USA verstärken und kündigte Pläne „überall im Süden“ an, ohne Details zu den nächsten Schritten zu nennen
- UAW-Präsident Shawn Fain zeigte sich zuversichtlich, dass es beim Mercedes-Werk in Tuscaloosa keine Frage des „Ob“, sondern des „Wann“ einer UAW-Vertretung sei
- UAW beschloss beim Gewerkschaftstag im Juni, den Streik- und Verteidigungsfonds auf über eine Milliarde Dollar anwachsen zu lassen
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- US-Automobilgewerkschaft UAW in den US-Südstaaten allgemein; Ziel: Vorstöße bei ausländischen Herstellern verstärken; konkrete nächste Schritte/Details nicht genannt
- Volkswagen in Chattanooga (US-Süden) als Ausgangspunkt der gewerkschaftlichen Organisierung; 2024 erste Belegschaft eines ausländischen Autobauers im US-Süden mit gewerkschaftlicher Organisation
- Region South Carolina: Mercedes-Werk Tuscaloosa und Volkswagen-Tochter Scout Motors; zeitlicher Rahmen: Fain spricht von „Frage des Wann“ für einen neuen Anlauf beim Mercedes-Werk, sowie Verweis darauf, dass es 2024 dort um eine mögliche Vertretung durch die UAW ging
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Ziel ist die Ausweitung des gewerkschaftlichen Vorstoßes der UAW gegen ausländische Hersteller im US-Süden, mit geplanten Aktivitäten in mehreren Bundesstaaten
- Auslöser ist der erfolgreiche gewerkschaftliche Durchbruch bei Volkswagen in Chattanooga 2024 als erste Belegschaft eines ausländischen Autobauers im US-Süden, sowie die strategische finanzielle Aufrüstung durch Beschlüsse zum Ausbau von Streik- und Verteidigungsfonds auf über eine Milliarde Dollar
- Hintergrund ist die Annäherung an neue bzw. erneute Verhandlungen bei konkreten Standorten wie Scout Motors in South Carolina und ein möglicher neuer Anlauf beim Mercedes-Werk in Tuscaloosa, wo 2024 gegen eine UAW-Vertretung gestimmt wurde
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Die US-Automobilgewerkschaft UAW will ihren Vorstoß bei ausländischen Herstellern im Süden der USA verstärken und plant weitere Schritte in mehreren Bundesstaaten
- Für einen neuen Anlauf beim Mercedes-Werk in Tuscaloosa zeigt sich die UAW zuversichtlich, dass es zu einer gewerkschaftlichen Vertretung kommen wird, allerdings zu einem späteren Zeitpunkt
- Die UAW stockt finanziell für die Kampagnen auf, indem sie den Streik- und Verteidigungsfonds auf über eine Milliarde Dollar anwachsen lassen will
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