Baruth: Bürgermeister lehnt neues Wassergutachten für Red-Bull-Werk ab

18. Juli 2026

Brandenburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

: Streit um Wasserplanung

Baruth/Mark () – Der scheidende Baruther Bürgermeister Peter Ilk hält ein neues Wassergutachten für das geplante Red-Bull-Dosenwerk nicht mehr für erforderlich. Ilk hatte noch Anfang Juni bei einem Stammtisch des rbb in Aussicht gestellt, die Frage nach einem neuen Gutachten zu prüfen.

Die Bundestagsabgeordnete Andrea Lübcke (Grüne) kritisierte den Kurswechsel scharf.

Das bisherige Gutachten, auf dem die Wasserentnahmegenehmigung beruht, sei fast 20 Jahre alt. Seitdem hätten sich die Temperaturen erhöht und längere Trockenphasen belasteten die Grundwasservorräte.

Auch die Grundwasserneubildung sei deutlich reduziert. Eine so alte Untersuchung könne keine ausreichende Grundlage für heutige Entscheidungen sein.

Das gerade veröffentlichte Niedrigwasserinformationssystem weise für alle aufgeführten Grundwassermessstellen in Südbrandenburg sehr niedrige oder extrem niedrige Grundwasserstände auf.

Lübcke forderte ein unabhängiges Gutachten auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft, um verloren gegangenes Vertrauen in der Wasserfrage wiederherzustellen. Die Ergebnisse müssten veröffentlicht und mit der Bevölkerung diskutiert werden.

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Peter Ilk hält ein neues Wassergutachten für das geplante Red-Bull-Dosenwerk inzwischen nicht mehr für erforderlich, nachdem er es Anfang Juni noch prüfen lassen wollte
  • Andrea Lübcke kritisiert den Kurswechsel; das bisherige Gutachten ist fast 20 Jahre alt und könnte wegen gestiegener Temperaturen, längerer Trockenphasen und reduzierter Grundwasserneubildung keine ausreichende Entscheidungsgrundlage mehr sein
  • Das veröffentlichte Niedrigwasserinformationssystem zeigt für die Grundwassermessstellen in Südbrandenburg sehr niedrige bis extrem niedrige Grundwasserstände, und Lübcke fordert ein unabhängiges, wissenschaftlich aktuelles Gutachten mit Veröffentlichung und Diskussion mit der Bevölkerung

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Baruth/Mark und die Region Südbrandenburg beim geplanten Red-Bull-Dosenwerk; bisheriges Wassergutachten fast 20 Jahre alt, Niedrigwasserinformationssystem meldet sehr niedrige oder extrem niedrige Grundwasserstände an allen aufgeführten Messstellen
  • Bundestagsabgeordnete Andrea Lübcke (Grüne) fordert unabhängiges Gutachten auf aktuellem Stand der Wissenschaft, Veröffentlichung der Ergebnisse und Diskussion mit der Bevölkerung; der Zeitraumbezug ist „seitdem“ durch inzwischen erhöhte Temperaturen und längere Trockenphasen
  • Peter Ilk (scheidender Baruther Bürgermeister) hält ein neues Wassergutachten nicht mehr für erforderlich; Kurswechsel nach Auskunft Anfang Juni (Prüfung angekündigt) bis zur jetzt kritisierten Neubewertung

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Bisheriges Gutachten zur Wasserentnahmegenehmigung ist fast 20 Jahre alt; gestiegene Temperaturen und längere Trockenphasen belasten die Grundwasservorräte sowie die Grundwasserneubildung
  • Niedrigwasserinformationssystem weist in Südbrandenburg sehr niedrige bis extrem niedrige Grundwasserstände an den relevanten Messstellen aus
  • Hintergrund/ Auslöser für Forderungen nach Überprüfung ist fehlende, aktuelle Entscheidungsgrundlage; Andrea Lübcke verlangt ein unabhängiges Gutachten nach aktuellem Stand der Wissenschaft mit Veröffentlichung und Diskussion mit der Bevölkerung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Der scheidende Bürgermeister Peter Ilk hält ein neues Wassergutachten für das geplante Red-Bull-Dosenwerk derzeit nicht mehr für erforderlich
  • Die Bundestagsabgeordnete Andrea Lübcke fordert ein unabhängiges Gutachten auf aktuellem Stand der Wissenschaft und die Veröffentlichung sowie Diskussion der Ergebnisse mit der Bevölkerung
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH