Mercedes will Werksschließungen in Deutschland verhindern

17. Juli 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Mercedes in Ungarn und Deutschland

() – Der Produktionsvorstand von Mercedes-Benz, Michael Schiebe, hat die Verdopplung der Kapazitäten im Werk des Niedriglohnlands verteidigt. „Die Werkserweiterung in Kecskemét hilft uns, Arbeitsplätze in zu sichern“, sagte er dem „Handelsblatt“. Es gehe darum, die Kostenbasis insgesamt zu senken.

In Kecskemét, südöstlich von Budapest, steht nun das größte europäische Werk von Mercedes. Gleichzeitig kürzt der Konzern in Deutschland und hat im Heimatland sein Sparprogramm verschärft. Das Management will, dass die Beschäftigten in Deutschland ohne Lohnausgleich mehr arbeiten. Schiebe verwies auf Ungarn: „Die Arbeitsstunden, die ein Mitarbeiter hier zur Verfügung stellt, sind höher als in Deutschland.“ Auch der Krankenstand sei deutlich geringer.

Die Gewerkschaft IG Metall hat Widerstand angekündigt. „Ich möchte dafür werben, dass wir hier nicht in einen ideologischen Positionskampf abdriften“, sagte Schiebe. Er könne nachvollziehen, „wie ernst es für die Mitarbeitenden ist, wenn wir fordern, dass sie ihre Freizeit aufgeben, um das Unternehmen zu sichern“. Doch Mercedes müsse am Standort Deutschland wettbewerbsfähiger werden.

Sollte es zu keiner Einigung kommen, könnte es in einem ganz extremen Szenario zu Werksschließungen in Deutschland kommen, sagte Schiebe. „Aber, um das ganz klar zu sagen: Wir wollen Werksschließungen in Deutschland verhindern und Beschäftigung am Standort Deutschland sichern.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mercedes-Stern (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Michael Schiebe verteidigt die Verdopplung der Kapazitäten im ungarischen Werk Kecskemét mit dem Ziel, Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern und die Kostenbasis insgesamt zu senken
  • Schiebe fordert höhere Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland und argumentiert mit in Ungarn höheren verfügbaren Arbeitsstunden pro Mitarbeiter sowie niedrigerem Krankenstand
  • Für den Fall fehlender Einigung nennt Schiebe als extremes Szenario Werksschließungen in Deutschland, betont aber, dass Mercedes Werksschließungen verhindern und Beschäftigung am Standort Deutschland sichern will

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Mercedes-Benz Produktion in Kecskemét/Ungarn; Verdopplung der Kapazitäten und Werkserweiterung zur Arbeitsplatzsicherung in Deutschland; genaue Zahlen, Zeitfristen oder konkrete Produktions-/Beschäftigungskennziffern werden nicht genannt
  • Beschäftigte in Deutschland; Forderung nach mehr Arbeitsstunden ohne Lohnausgleich zur Kostensenkung/ Wettbewerbsfähigkeit; IG Metall kündigt Widerstand an; konkrete Dauer/Umfang der Mehrarbeit wird nicht beziffert
  • Deutschland-Standorte als Risiko bei keiner Einigung; „ganz extremes Szenario“ Werksschließungen möglich; Ziel bleibt Werksschließungen zu verhindern und Beschäftigung zu sichern; Zeitraum/Zahlen werden nicht genannt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Verdopplung der Produktionskapazitäten in Kecskemét/Ungarn zur Kostenbasis-Senkung, um Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern
  • Hintergrund: Mercedes kürzt in Deutschland zugleich, will Beschäftigte ohne Lohnausgleich länger arbeiten lassen; Begründung durch höhere Arbeitsstunden und geringeren Krankenstand in Ungarn
  • Auslöser/Kontext: erwarteter Widerstand der IG Metall; ohne Einigung mögliches extremes Szenario mit Werksschließungen in Deutschland (laut Schiebe trotzdem Ziel Werksschließungen zu verhindern)

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Mercedes-Benz verteidigt die Werkserweiterung in Kecskemét (Ungarn) und begründet sie mit dem Ziel, die Kostenbasis zu senken sowie Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern
  • Falls keine Einigung erzielt wird, verweist das Management auf ein mögliches extremes Szenario von Werksschließungen in Deutschland, will aber Werksschließungen verhindern und Beschäftigung am Standort Deutschland sichern
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