ProSiebenSat.1 plant neuen Free-TV-Sender

15. Juli 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Medien in Unterföhring: Neuer Sat.2-Sender

Unterföhring () – Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 will einen neuen linearen, frei empfangbaren Sender starten. Das Unternehmen plant, 2027 mit Sat.2 auf Sendung zu gehen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.

Henrik Pabst, bei ProSiebenSat.1 als Chief Content Officer für das Programm zuständig, sagte der Zeitung: „Es kommt noch ein Sender in der Sat.1-Familie hinzu. Wir werden 2027 mit Sat.2 starten.“ Der Sender richte sich an Zuschauer im Alter von 45 bis 65 Jahren. „Da gibt es eine hohe Nachfrage an großen fiktionalen Serien, die man noch sehr gut von früher kennt“, so Pabst. Zum Programm sollen unter anderem „Der Bulle von Tölz“, „Kommissar Rex“ und alte Daily-Soaps wie „Verliebt in “ gehören. Die Werbewirtschaft habe positive Signale gegeben.

Der Schritt kommt überraschend, weil der Zuspruch zu linearen Sendern zurückgeht und Streaming-Angebote immer attraktiver werden. Pabst sagte, die bisherigen Zielgruppensender der Gruppe seien erfolgreich und würden Marktanteile gewinnen. Er betonte aber, dass Sat.2 Teil eines viel größeren Puzzles sei. Für jeden Inhalt werde in der Gruppe die richtige Ausspielung und ein individuelles Monetarisierungs-Konzept gefunden. Die Sender blieben dabei wichtig – als „Qualitäts-Anker mit Millionenreichweite“. Pabst sagte: „Ich bin überzeugt, dass es unsere frei empfangbaren Sender noch lange geben wird. Aber wir verteilen unser Programm heute über alle Plattformen.“

Im vergangenen Herbst hatte die italienische Mediengruppe Media for Europe (MFE) die Mehrheit an ProSiebenSat.1 übernommen. Mit dem geplanten Start von Sat.2 habe dies aber nichts zu tun, so Pabst. Die Idee gebe es schon länger. Es gebe Geschäftsbereiche, in denen man mit MFE gut zusammenarbeite, etwa bei Streaming-Technologie und IT. Programm-Entscheidungen würden aber in getroffen. „Nur dann kommt das beste Ergebnis dabei heraus“, sagte Pabst.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: ProSiebenSat.1 Media AG (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • ProSiebenSat.1 plant den Start eines neuen linearen, frei empfangbaren Senders namens Sat.2 im Jahr 2027
  • Sat.2 soll sich an Zuschauer im Alter von 45 bis 65 Jahren richten und u. a. Serien wie „Der Bulle von Tölz“, „Kommissar Rex“ sowie alte Daily-Soaps wie „Verliebt in Berlin“ enthalten
  • Die Werbewirtschaft habe dem Vorhaben positive Signale gegeben; der Sender gilt als Teil des „Sat.1-Familie“-Ausbaus, unabhängig vom Mehrheitswechsel durch Media for Europe (MFE) im vergangenen Herbst

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • ProSiebenSat.1 startet 2027 mit Sat.2 einen neuen linearen frei empfangbaren Sender; Zielgruppe Zuschauer 45 bis 65 Jahre; Programminhalte u. a. „Der Bulle von Tölz“, „Kommissar Rex“ und alte Daily-Soaps, Werbewirtschaft mit positiven Signalen
  • Betroffene Regionen vor allem Deutschland bei Programm-Entscheidungen; Kontext: MFE hält seit vergangenem Herbst die Mehrheit an ProSiebenSat.1, Start von Sat.2 nicht direkt damit verknüpft

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • ProSiebenSat.1 plant 2027 den neuen frei empfangbaren linearen Sender Sat.2 als Ergänzung zur Sat.1-Familie, ausgerichtet auf Zuschauer von 45 bis 65 Jahren mit Schwerpunkt auf bekannten großen fiktionalen Serien und alten Formaten (u.a. „Der Bulle von Tölz“, „Kommissar Rex“, Daily-Soaps)
  • Als Hintergrund nennt das Unternehmen den trotzdem vorhandenen Bedarf der Werbewirtschaft sowie die Strategie, Sender als „Qualitäts-Anker mit Millionenreichweite“ zu nutzen und Inhalte plattformübergreifend mit passender Ausspielung und Monetarisierung zu steuern
  • Auslöser/Einordnung: Trotz rückläufigem Zuspruch zu linearen Sendern und zunehmender Attraktivität von Streaming wird Sat.2 als schon länger bestehende Idee umgesetzt; der Mehrheitserwerb durch MFE im vergangenen Herbst steht laut Pabst nicht in direktem Zusammenhang und Programmentscheidungen werden in Deutschland getroffen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

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